Zum Inhalt springen
← Techniken

Verlegen von Terrassendielen

Terrassendeck mit Fugenabstand und rostfreier Befestigung

Eine Terrasse liegt draußen in Feuchtigkeit und Wetter, daher entscheiden Materialwahl, Fugenabstand, Gefälle und richtige Befestigung darüber, ob sie hält und schön liegt. Die Anleitung geht den Aufbau durch — vom Untergrund und der Unterkonstruktion bis zu Dielen, Fugen und rostfreien Schrauben. Fugenmaß, Abstand der Unterkonstruktion und Gefälle richten sich nach dem Schwinden des Materials und den Vorgaben des Herstellers.

  1. Material nach Einbauort wählen

    Wähle das Terrassenmaterial nach den Bedingungen: kesseldruckimprägniertes Nadelholz, Hartholz oder Verbundwerkstoff. Die Materialwahl bestimmt Haltbarkeit, Schwinden und Anforderungen an die Befestigung. Ein Terrassendeck im Freien liegt in Nutzungsklasse 3 (AK3), in der die Feuchte dauerhaft hoch sein kann.

  2. Einen stabilen, drainierten Untergrund herstellen

    Sorge für einen stabilen, tragfähigen und drainierenden Untergrund unter der Unterkonstruktion, damit sich die Terrasse nicht setzt und das Wasser ablaufen kann. Stehendes Wasser unter dem Belag hält das Holz feucht und verkürzt die Lebensdauer.

  3. Lagerhölzer mit Gefälle zur Entwässerung verlegen

    Verlege Lagerhölzer/Balken mit einem leichten Gefälle, damit Regenwasser abläuft, und mit dem Achsabstand (cc), den das Material verlangt — dünne oder weiche Bretter erfordern engere Lagerhölzer. Der Achsabstand richtet sich nach der Anweisung des Herstellers; lege ihn nicht nach Gefühl fest.

  4. Rostfreie Befestigungsmittel verwenden

    Im Außenbereich (AK3) muss die Befestigung korrosionsbeständig sein — Edelstahlqualität (z. B. 1.4404) wird empfohlen/gefordert, besonders in Verbindung mit kesseldruckimprägniertem Holz, dessen Salze normal verzinkten Stahl angreifen. Befolge die Materialvorgaben des Beschlag-/Schraubenlieferanten für die Nutzungsklasse.

    AK3 im FreienEdelstahl 1.4404

    Normal verzinkte Befestigungsmittel rosten in druckimprägniertem Holz — verwende im Freien Edelstahl.

  5. Fugenabstand nach dem Schwinden einhalten

    Verlege die Bretter mit einem Fugenabstand, der zum Schwinden und zur Feuchtebewegung des Materials passt — Holz arbeitet mit der Jahreszeit, sodass ein zu dichtes Deck sich aufwölben und ein zu offenes unangenehm werden kann. Das konkrete Fugenmaß richtet sich nach der Anweisung des Herstellers für das Produkt und seinen Feuchtezustand beim Verlegen.

  6. An Dielenenden vorbohren

    Bohre besonders bei Hartholz und nahe den Dielenenden vor, damit das Holz an der Schraube nicht reißt. Setze die Schrauben gleichmäßig, damit der Belag ein ruhiges, regelmäßiges Bild erhält.

  7. Für Belüftung unter dem Belag sorgen

    Sorge dafür, dass unter dem Belag Luft ist, damit das Holz von beiden Seiten trocknen kann. Gute Belüftung hält den Feuchtegehalt niedrig und verringert das Risiko von Fäulnis und Pilzbefall (Risiko ab ca. 18–20 % Holzfeuchte bei anhaltender Nässe).

Quelle

Erstellt nach Discebos Zimmerer-Sortiment «Terrassendiele» und «Sparrenschuh/Sparrenanker» (Materialwahl nach Nutzungsklasse — AK3 außen: rostfrei 1.4404) sowie dem Artikel «Feuchte in Holzkonstruktionen».

Zurück und weiter