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Kommunikation und Zusammenarbeit mit der AMK-Leitstelle

Vom Alarm bis zur Übergabe im Krankenhaus

Einleitung

Kein Rettungsdiensteinsatz findet im Vakuum statt. Von dem Moment an, in dem der Alarm eingeht, bis der Patient im Krankenhaus übergeben ist, bist du Teil einer Kommunikationskette, die dich mit Leitstelle, Kollegen und aufnehmender Abteilung verbindet. Läuft die Kommunikation unterwegs schief, kann selbst der beste klinische Einsatz seinen Wert verlieren.

Die AMK-Leitstelle disponiert den Einsatz

In jeder Region gibt es eine AMK-Leitstelle (Akut Medicinsk Koordinering — akutmedizinische Koordinierung), die 1-1-2-Anrufe zu Erkrankungen und Unfällen entgegennimmt, die Dringlichkeit beurteilt und den passenden Rettungswagen, das Notarzteinsatzfahrzeug oder eine andere präklinische Einheit disponiert. Die AMK-Leitstelle ist auch die Stelle, die du unterwegs kontaktierst, wenn du ärztlichen Rat, zusätzliche Kräfte vor Ort oder Hilfe bei der Suche nach der richtigen aufnehmenden Abteilung brauchst.

Gemeinsame Funkkommunikation im Rettungswesen

Die dänischen Rettungsdienste — Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und andere Behörden — nutzen ein gemeinsames digitales Funkkommunikationssystem, das es verschiedenen Behörden möglich macht, während eines Einsatzes miteinander zu kommunizieren, statt dass jede Einheit isoliert auf ihrem eigenen System sitzt. Es ist ein zentraler Teil davon, wie eine Einsatzstelle mit mehreren anwesenden Behörden effektiv koordiniert werden kann, ohne dass Nachrichten mündlich von Person zu Person weitergegeben werden müssen.

  • 01Klare, kurze Sprache ohne Füllwörter macht Funkkommunikation schneller verständlich
  • 02Du bestätigst eine wichtige Nachricht immer, damit der Absender weiß, dass sie korrekt angekommen ist
  • 03Gemeinsame Kanäle werden zur Koordinierung zwischen Behörden an einer Schadensstelle genutzt
  • 04Personenbezogene Angaben werden über offenen Funk so weit wie möglich begrenzt

ISBAR — Struktur bei der Übergabe

Wenn ihr im Krankenhaus ankommt, muss in kurzer Zeit eine große Menge Information an das aufnehmende Personal übergeben werden. An vielen Stellen im dänischen Gesundheitswesen wird für genau diese Art der Übergabe die Kommunikationsmethode ISBAR verwendet: Identifikation, Situation, Background (Hintergrund), Assessment (Einschätzung) und Recommendation (Empfehlung). Die Methode stellt sicher, dass du das Wichtigste in einer festen Reihenfolge durchgehst, selbst wenn du unter Zeitdruck stehst, und dass die Person, die die Patientin oder den Patienten übernimmt, Antworten auf die Fragen bekommt, die für die weitere Behandlung am meisten zählen.

Buchstabe in ISBARInhalt
I — IdentifikationWer ist der Patient, und wer übergibt
S — SituationWas ist die akute Problemstellung gerade jetzt
B — HintergrundRelevante Krankengeschichte und Ablauf des Vorfalls
A — Analyse/BewertungDeine fachliche Beurteilung des Zustands
R — Rat/EmpfehlungWas du vorschlägst oder bereits eingeleitet hast

Gute Kommunikation ist eine Fertigkeit wie die klinischen Handgriffe. Je besser du vermitteln kannst, was du beobachtest und tust, desto besser arbeitest du mit der Leitstelle, den Kollegen und dem aufnehmenden Krankenhaus zusammen.

Kommunikation mit Patient und Angehörigen

Die Kommunikationsaufgabe hört beim Funk und bei der Dokumentation nicht auf. Der Patient und eventuelle Angehörige erleben die Situation oft als chaotisch und beängstigend, und ein großer Teil deiner Fachlichkeit besteht darin, in einer Sprache zu erklären, was geschieht, die sie verstehen können — ohne Fachbegriffe, die mehr Verunsicherung als Klarheit schaffen. Eine ruhige Erklärung, warum ihr so vorgeht, wie ihr vorgeht, und was als Nächstes passiert, kann für sich genommen beruhigen und mitten in einer Notfallsituation Vertrauen schaffen.

Zum Schluss ist Kommunikation auch eine interne Aufgabe zwischen dir und deinem Partner. Ihr müsst Aufgaben mit wenigen Worten verteilen können, euch mitten in einer angespannten Situation korrigieren können, ohne dass es als Kritik empfunden wird, und hinterher offen darüber sprechen können, was gut lief und was besser gehen könnte. Die interne Kommunikation im Team ist oft das, was in der Praxis darüber entscheidet, ob alle übrigen Kommunikationslinien — zur Leitstelle, zum Patienten und zum Krankenhaus — als ein zusammenhängender Gesamteinsatz funktionieren.