Grüne Wende: vom Wort zur Tat am Arbeitsplatz
Was Nachhaltigkeit in der Praxis für Mitarbeiter bedeutet
Einleitung
Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir die Bedürfnisse der Gegenwart decken, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu verschlechtern, ihre eigenen zu decken. An einem Arbeitsplatz geht es darum, Energie, Materialien und Ressourcen klug zu nutzen — ohne dass es auf Kosten der Arbeitsqualität geht.
Drei Ergebnisgrößen
Nachhaltigkeit wird oft anhand von drei Rücksichten beschrieben, die ausbalanciert werden müssen: der ökologischen, der sozialen und der wirtschaftlichen. Eine Lösung ist nur dann wirklich nachhaltig, wenn sie in allen dreien funktioniert — sie darf weder der Umwelt noch den Menschen noch dem langfristigen Überleben des Unternehmens schaden.
- 01Ökologisch: weniger Verschmutzung, geringerer Energieverbrauch, weniger Abfall
- 02Sozial: gute Arbeitsbedingungen, Sicherheit und verantwortungsvolle Lieferanten
- 03Wirtschaftlich: Lösungen, die sich rechnen und lange halten
Klima und Umwelt sind nicht dasselbe
Beim Klima geht es vor allem um den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2, die die globale Erwärmung beeinflussen. Umwelt ist breiter und umfasst auch z. B. Luft- und Wasserverschmutzung, Chemikalien, Natur und Biodiversität. Eine Handlung kann für das eine gut und für das andere weniger gut sein, deshalb ist es wichtig, das Ganze zu betrachten.
Was kann der Einzelne tun?
- 01Abfall korrekt sortieren, damit Materialien wiederverwertet werden können
- 02Maschinen, Licht und Geräte ausschalten, die nicht in Gebrauch sind
- 03Vermeide Materialverschnitt durch sorgfältige Planung
- 04Ressourcenschonendere Arbeitsmethoden vorschlagen
- 05Routen und Transportmittel wählen, die Kraftstoff sparen, wo es möglich ist
Die Abfallhierarchie
Eine gute Merkregel für den Umgang mit Material und Abfall ist die Abfallhierarchie, die den Einsatz priorisiert: zuerst Abfall vermeiden, dann wiederverwenden, dann verwerten, und erst zuletzt verbrennen oder deponieren. Je weiter oben in der Hierarchie man handelt, desto besser für die Ressourcen.
Die grüne Wende ist nicht nur eine Frage von Technologie und großen Investitionen. Das tägliche Verhalten und die Vorschläge der Mitarbeiter spielen eine große Rolle, weil sie die konkreten Arbeitsabläufe kennen, in denen die Ressourcen tatsächlich verbraucht werden.