Feuerlöschausrüstung — Typen, Auswahl und gesetzlich vorgeschriebene Prüfung
Vom Pulverlöscher zum CO2-Löscher und warum der Löscher jedes Jahr geprüft werden muss
Einleitung
Ein Feuerlöscher, der an der Wand hängt, gibt nur dann Sicherheit, wenn er zu der Art Brand passt, die entstehen kann, und wenn er gewartet wird. Den Unterschied zwischen den Löschmitteln und die Regeln für die Prüfung zu kennen ist genauso wichtig wie die Technik, sie einzusetzen.
Die wichtigsten Arten von Löschmitteln
| Typ | Geeignet für | Anmerkung |
|---|---|---|
| Wasserlöscher | Klasse A: Holz, Papier, Textil | Darf niemals an Elektrogeräten oder bei Fett/Öl eingesetzt werden |
| Schaumlöscher | Klasse A und B (Flüssigkeiten) | Bildet eine Schicht, die den Sauerstoff über der Flüssigkeit erstickt |
| Pulverlöscher | Breit einsetzbar (A, B, C) | Wirksam, verursacht aber starke Verschmutzung und eingeschränkte Sicht |
| Kohlendioxidlöscher (CO2) | Elektrische Betriebsmittel und Klasse B | Hinterlässt keine Rückstände — gut geeignet bei empfindlichen Geräten |
| Fettbrandlöscher (nasschemisch) | Klasse F: Fett/Öl in der Küche | Speziell entwickelt, um Fettbrände ohne Stichflamme zu ersticken |
Schlauchhaspeln als Ergänzung
Über die tragbaren Feuerlöscher hinaus gibt es an der Wand montierte Wandhydranten mit Schlauchhaspel, die an die Wasserversorgung angeschlossen sind. Sie liefern eine nahezu unbegrenzte Menge Wasser und eignen sich für Brände fester Stoffe (Klasse A), aber — genau wie der Wasserlöscher — niemals für elektrische Anlagen oder Fettbrände. Wandhydranten müssen ebenso wie die tragbaren Löscher geprüft und gewartet werden, damit der Schlauch nicht rissig ist und das Ventil funktioniert, wenn es gebraucht wird.
Gesetzlich vorgeschriebene jährliche Prüfung
Handfeuerlöscher und Schlauchhaspeln müssen in Dänemark mindestens einmal jährlich geprüft werden. Die Prüfung erfolgt nach den Anforderungen der dänischen Norm DS 2320 und muss damit abgeschlossen werden, dass eine Prüfetikette angebracht wird. Die Etikette zeigt, wer die Prüfung durchgeführt hat, sowie Monat und Jahr sowohl der letzten als auch der nächsten Prüfung — damit jederzeit deutlich ist, ob der Löscher innerhalb der Frist liegt.
Druckprüfung in größeren Abständen
Über die jährliche Prüfung hinaus muss der Behälter des Feuerlöschers in regelmäßigen Abständen einer Druckprüfung unterzogen werden, damit sicher ist, dass er dem Druck standhält, ohne zu versagen. Das Intervall hängt vom Löschertyp ab.
| Löschertyp | Druckprüfung alle |
|---|---|
| Pulver-, Schaum- und Wasserlöscher | 5. Jahr |
| Kohlendioxidlöscher (CO2) | 10. Jahr |
Platzierung und Kennzeichnung
- 01Feuerlöscher werden sichtbar und leicht zugänglich platziert, gern in der Nähe von Fluchtwegen
- 02Die Beschilderung folgt den wiedererkennbaren Brandschutzsymbolen, damit die Ausrüstung in Rauch und Stress schnell gefunden wird
- 03Der Weg zum Feuerlöscher darf niemals durch Lagergut oder Möbel versperrt sein
- 04Die Verantwortung für die jährliche Prüfung liegt typischerweise beim Unternehmen, oft ausgeführt von einem zertifizierten Betrieb
Deine Verantwortung als Nutzer
Du musst die Prüfung nicht selbst durchführen, aber du solltest wissen, wo das Löschgerät steht, welcher Typ es ist und ob es gewartet aussieht — der Manometerzeiger im grünen Feld, keine sichtbaren Schäden und ein gültiges Etikett. Entdeckst du ein Problem, melde es sofort weiter. Die richtige Ausrüstung, die im Ernstfall funktioniert, gehört zu den billigsten und wirksamsten Investitionen in den Brandschutz, die ein Betrieb machen kann.
“Der beste Feuerlöscher ist der, der zum Brand passt — und der tatsächlich funktioniert, wenn der Hebel gedrückt wird.”
— Brandschutzfachliche Grundregel