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Artikel·Kran·Sicherheit

Tandemhub: wenn zwei Krane dieselbe Last heben

Verschärfte Anforderungen, wenn eine Last für einen einzigen Kran zu groß oder zu schwer ist

Einleitung

Manche Lasten sind zu lang, zu schwer oder zu unsymmetrisch, als dass ein Kran sie allein heben und stabil halten könnte. Die Lösung kann ein Tandemhub sein — dass zwei (oder mehr) Krane oder Winden dieselbe Last gleichzeitig heben und bewegen. Das klingt nach einer einfachen Erweiterung eines normalen Hubs, aber die Leitlinie des Arbejdstilsynet zum Tandemhub mit Kranen beschreibt ihn als eine Übung mit deutlich verschärften Anforderungen, weil das Risiko real ist, dass die Krane gegeneinander ziehen oder die Last schief belasten.

Wann man zum gemeinsamen Heben greift

Der Tandemhub wird typischerweise für lange Elemente wie Brückenteile, Masten, große Maschinenteile oder Stahlkonstruktionen eingesetzt, bei denen der Schwerpunkt weit von beiden Enden entfernt liegt oder bei denen das Eigengewicht der Last übersteigt, was ein einzelner Kran auf der Baustelle bewältigen kann. Man wählt den Tandemhub nicht, weil er einfach ist — er wird eingesetzt, wenn er notwendig ist, und weil er deutlich höhere Anforderungen an die Planung stellt als ein gewöhnlicher Einzelhub.

Planung und eine benannte befähigte Person

Ein Verbundhub darf nur nach gründlicher Planung und unter Leitung und Kontrolle einer dafür benannten sachkundigen Person ausgeführt werden. Alle Beteiligten — Kranführer, Anschläger und weitere Beteiligte — müssen sorgfältig darin unterwiesen werden, wie genau dieser Hub ablaufen soll, wer ihn leitet und was zu tun ist, wenn etwas vom Plan abweicht.

Die Gewichtsverteilung muss berechnet werden — nicht geschätzt

Die Gewichtsverteilung für jeden einzelnen Kran oder jede einzelne Winde beim Heben und beim Transport muss im Voraus berechnet werden. Es genügt nicht, zu schätzen, welchen Anteil der Last jeder Kran trägt — die Berechnung muss vorliegen, bevor der Hub beginnt, und sie wird gegen die 75-Prozent-Grenze gehalten, die jeder Kran einhalten muss.

Die Krane sollten zueinander passen

Die Krane, die für einen Gemeinschaftshub eingesetzt werden, sollten vom gleichen Typ sein und möglichst dasselbe System zur Geschwindigkeitsregelung haben. Passen die Krane schlecht zusammen — zum Beispiel weil der eine deutlich schneller oder ruckartiger hebt als der andere —, wird es schwierig, die Last über den gesamten Hub waagerecht und ruhig zu halten, und das Risiko steigt, dass ein Kran plötzlich einen größeren Teil der Last übernimmt.

Besonderes Anschlagmittel: Traverse

Beim Verbundhub muss bei Bedarf ein spezielles Anschlagmittel konstruiert werden, etwa eine Traverse oder Ähnliches, das so eingerichtet ist, dass sich das Gewicht korrekt verteilt und mit jedem einzelnen Kran über den gesamten Ablauf hinweg nur ein senkrechter Hub der Last erfolgt. Gewöhnliches Anschlagmittel, das für einen einzelnen Hub bestimmt ist, lässt sich nicht ohne Weiteres für diese Aufgabe wiederverwenden, weil die Anforderungen an Verteilung und senkrechten Zug strenger sind.

Zertifikat und Kommunikation während des gesamten Hubs

Ein Tandemhub darf nur von Kranführern mit Zertifikat ausgeführt werden, und die Kommunikation zwischen den beteiligten Kranführern und der sachkundigen Leitung muss durchgehend abgesprochen und stabil sein — typischerweise über Funk, wo alle dieselben Kommandos gleichzeitig hören. Geht die Verbindung verloren oder entstehen Zweifel daran, wie die Last hängt, wird der Hub gestoppt, bis die Verhältnisse geklärt sind.