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Abfallwirtschaft und klinischer Risikoabfall im Facility-Service

Von den 10 Abfallfraktionen bis zum besonderen Risikoabfall des Krankenhauses

Einleitung

Als Serviceassistent bist du oft derjenige, der Abfall leert, sortiert und entsorgt. Seit 2023 gelten gemeinsame Regeln dafür, wie Gewerbebetriebe haushaltsähnlichen Abfall trennen müssen, und in Krankenhäusern und Kliniken kommt eine ganz eigene Abfallart hinzu: klinischer Risikoabfall.

Die 10 Abfallfraktionen

Seit 2023 muss aller haushaltsähnliche Abfall von Unternehmen in 10 Fraktionen getrennt werden, gleichrangig mit privaten Haushalten: Bioabfall, Papier, Pappe, Glas, Metall, Kunststoff, Getränke- und Lebensmittelkartons, gefährlicher Abfall, Textilien und Restabfall. Einige Fraktionen dürfen rechtmäßig im selben Behälter gesammelt werden — etwa Papier und Pappe oder Metall und Kunststoff —, doch das Grundprinzip ist die getrennte Sammlung an der Quelle.

  • 01Bioabfall
  • 02Papier und Pappe
  • 03Glas und Metall
  • 04Kunststoff und Lebensmittel-/Getränkekartons
  • 05Gefährlicher Abfall, Textil und Restabfall

Klinischer Risikoabfall — eine ganz besondere Kategorie

In Krankenhäusern, Praxen und Laboren entsteht eine Abfallart, die es an einem gewöhnlichen Arbeitsplatz nicht gibt: klinischer Risikoabfall. Das ist eine praktische Bezeichnung für Abfall mit Infektionsrisiko, bei dem deshalb besondere Rücksicht auf Arbeitsschutz und Transport genommen werden muss. Der Abfall gilt als gefährlicher Abfall und ist über das Gefährlichkeitskriterium HP9 — infektiös — definiert.

  • 01Spitze und scharfe Gegenstände — Kanülen, Messer, Scheren, Pinzetten
  • 02Gewebeabfall
  • 03Sonstiger infektiöser Abfall aus Behandlung und Pflege

So wird damit umgegangen

Klinischer Risikoabfall darf nicht deponiert werden und muss an der Quelle — also dort, wo er entsteht — aussortiert und in geeigneter Verpackung gesammelt werden, typischerweise in durchstichsicheren Behältern für spitze und scharfe Abfälle. Als Serviceassistent ist es deine Aufgabe, den Unterschied zwischen gewöhnlichem Abfall und klinischem Risikoabfall zu kennen, sie niemals zu mischen und immer die Anweisung der Abteilung dazu zu befolgen, wo die besonderen Behälter gewechselt und abgegeben werden.

Gefährlicher Abfall allgemein

Über den klinischen Risikoabfall hinaus begegnet dir Sondermüll im gewöhnlicheren Sinn: leere Chemikalienkanister, Batterien, Leuchtstoffröhren und Farbreste. Er ist vom normalen Abfall getrennt zu halten und nach der Anweisung im Sicherheitsdatenblatt oder nach dem Abfallplan des Arbeitsplatzes zu entsorgen — niemals im Restmüll.

Dein Teil der Verantwortung

Eine gute Abfallbewirtschaftung ist nicht nur umweltgerecht — sie bedeutet Sicherheit für dich selbst und deine Kollegen. Kenne den Abfallplan deines Arbeitsplatzes, trenne von Anfang an richtig und sei besonders aufmerksam, wo klinischer Risikoabfall oder anderer gefährlicher Abfall anfällt. Es ist ein kleiner Teil des Alltags, der große Bedeutung hat.

Von Anfang an richtig sortierter Abfall ist sowohl umweltgerecht als auch eine Sicherheitsmaßnahme für alle, die ihn danach handhaben.

Fachliche Grundregel zu Abfall