Einleitung
Das Schweißen bringt offenes Feuer, Funken, große Hitze, gesundheitsschädlichen Rauch und starkes Licht mit sich. Deshalb gibt es sowohl gesetzliche Anforderungen als auch Branchenregeln, die der Schweißer kennen und befolgen muss.
Die §17-Ausbildung
Schweißen und thermisches Schneiden von Metall sowie damit verbundenes Schleifen erfordern eine Pflichtausbildung, die umgangssprachlich «§17-Kurs» heißt (AMU 44530, 1 Tag). Die Anforderung steht in § 14 und Anlage 8 der Verordnung über arbeitsschutzfachliche Ausbildungen (BEK Nr. 1978/2021) und in § 16 der Krebsverordnung (BEK Nr. 582/2026). Selbstständige Landwirte ohne Angestellte sind ausgenommen (§ 14, Abs. 2). Die Ausbildung vermittelt Wissen über die Gesundheitsrisiken von Schweißrauch und darüber, wie man sich schützt — zum Beispiel mit Absaugung und Atemschutz.
Was die Pflicht umfasst — und was nicht
- 01Schweißen und thermisches Schneiden in Metall sind erfasst
- 02Schleifen im Zusammenhang mit dem Schweißen oder Schneiden ist erfasst
- 03Polieren ist nicht erfasst
- 04Schweißen, Schneiden und Schleifen in nichtrostendem Stahl mit mindestens 0,1 % Nickel sind über Anhang 1 (Nickel) der Krebsverordnung erfasst, mit denselben Anforderungen
- 05Selbständige Landwirte ohne Beschäftigte sind von der Ausbildungspflicht ausgenommen
Wo geschweißt wird, muss der Arbeitsbereich abgegrenzt und beschildert sein, auch mit Rauchverbotsschildern (BEK 582/2026 § 28 und Anhang 2).
Der Kurs heißt «Arbejdsmiljø og sikkerhed, svejsning/termisk» (Arbeitsumwelt und Sicherheit, Schweißen/thermisch; AMU 44530) und dauert einen Tag. AMU SYD gibt an, dass der Nachweis kein Ablaufdatum hat. Der Nachweis für Heißarbeiten gilt dagegen 5 Jahre. Er ist keine gesetzliche Pflicht, aber viele Unternehmen verlangen ihn.
Nach der Ausbildungsordnung für Schmiede von 2026 muss der Schüler vor dem Hauptteil vier Zertifikate haben: Arbeitsumwelt und Sicherheit beim Schweißen und thermischen Schneiden, Erste Hilfe, elementare Brandbekämpfung und Heißarbeiten.
Heiße Arbeit
Heißarbeiten ist ein Sammelbegriff für Arbeiten, die Funken oder Wärme erzeugen, die brennbares Material entzünden können — darunter Schweißen, Schneiden und Schleifen. Es gibt eine zertifizierte Ausbildung in Brandverhütung bei Heißarbeiten, die viele Unternehmen und Bauherren verlangen.
- 01Freiräumen von brennbarem Material rund um die Arbeitsstelle
- 02Einsatz von Abschirmungen und Löschdecken
- 03Löschmittel in Reichweite bereit
- 04Prüfung der Arbeitsstelle nach Abschluss der Arbeit
Die Grafik zeigt, wann Dänemarks Industrie- und Werkstattgebäude errichtet wurden. Achte darauf, wie viele aus den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren stammen. Aus diesen Jahren kann es PCB und Asbest in Fugen, Isolierglasscheiben und Dämmung geben. Heißarbeiten in einer alten Halle können diese Stoffe treffen — lass das Gebäude untersuchen, bevor du schneidest oder schweißt.
Schweißen für die Fernwärme
Das Schweißen an Fernwärmeanlagen stellt besondere Anforderungen, weil die Rohre heißes Wasser unter Druck führen. Hier wird oft nach spezifischen Verfahren und mit zertifizierten Schweißern gearbeitet, und die Verbindungen werden kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie dicht halten und Druck und Temperatur über die Zeit standhalten.
Persönlicher Schutz
Unabhängig von der Methode schützt sich der Schweißer mit einem Schweißhelm mit korrektem Filter, flammhemmender Kleidung, Handschuhen und, wenn nötig, Atemschutz. Augen, Haut und Atemwege müssen vor Bogenlicht, Hitze/Funken bzw. Schweißrauch geschützt werden.
Verantwortung und Kultur
Sicherheit besteht nicht nur aus Regeln, sondern ist eine Arbeitskultur. Der gute Schweißer beurteilt vor jeder Aufgabe das Risiko, benutzt seine Schutzausrüstung konsequent und setzt eine Grenze, wenn die Verhältnisse nicht vertretbar sind.
Nächster Schritt: Leitfaden: Was ist PCB?
Wo PCB in Häusern von ca. 1950 bis 1977 steckt – Fugen, Isolierglasscheiben und Farbe – und wie man darauf testet.