Zum Inhalt springen

So ist die Ausbildung zur Tiefbaufacharbeiterin oder zum Tiefbaufacharbeiter aufgebaut — vom Grundkurs bis zum Gesellen

Grundforløb 1 und 2, Hovedforløb und der Wechsel zwischen Schule und Lehrbetrieb — Schritt für Schritt

Einleitung

Wenn du Tiefbaufacharbeiter werden willst, folgst du einer Berufsausbildung, die wie eine Kette zusammenhängt: ein grundforløb (Grundlehrgang) an der Schule und danach ein längeres hovedforløb (Hauptlehrgang), in dem du zwischen Schulperioden und der betrieblichen Ausbildung an einem Arbeitsplatz wechselst. Es ist ein Modell, bei dem du ständig etwas auf der Schulbank lernst und es anschließend in der Wirklichkeit anwenden darfst — auf einer Baustelle, einer Straße oder einem Platz, auf dem Steine verlegt werden sollen.

Grundforløb 1 und 2

Kommst du mehr oder weniger direkt aus der Grundschule, beginnst du mit dem 1. Teil des Grundkurses. Hier schnupperst du in die Welt des Bauens hinein, lernst die grundlegenden Handgriffe und findest heraus, ob das Fach etwas für dich ist. Danach folgt der 2. Teil des Grundkurses, der genau auf das Fach des struktør (Bau- und Betonfacharbeiter) ausgerichtet ist und dich fachlich auf den Beginn der betrieblichen Ausbildung vorbereitet. Hast du die Schule vor mehr als ein paar Jahren verlassen oder bringst du andere Erfahrung mit, kannst du in vielen Fällen direkt mit dem 2. Teil beginnen.

Das Grundforløb endet mit einer Prüfung, und du musst bestehen, um weiterzukommen. In dieser Zeit musst du auch ernsthaft einen Lehrbetrieb finden, damit du einen Betrieb hast, in dem du ausgebildet wirst, wenn das Hovedforløb beginnt.

Der Hauptkurs — Schule und Praktikum im Turnus

Der Hauptkurs ist das Herz der Ausbildung. Hier bist du als Auszubildender in einem Unternehmen angestellt und wechselst zwischen Perioden draußen am Arbeitsplatz und Perioden in der Schule. Die Faustregel lautet, dass bei Weitem die meiste Zeit in der betrieblichen Ausbildung stattfindet, während die Schulperioden kürzere Blöcke über den Verlauf verteilt sind. So baust du gleichzeitig Routine in den Händen und Theorie im Kopf auf.

Auch im Hauptkurs wählst und vertiefst du deine Fachrichtung: Tiefbaufacharbeiter (anlægsstruktør), Hochbaufacharbeiter (bygningsstruktør) oder Pflasterer. Die Fachrichtungen haben leicht unterschiedlich lange Schulanteile, weil die drei Berufe jeweils eigenes Wissen verlangen.

Wie lange dauert es?

Rechnet man Grundkurs 1 und 2 mit, dauert die Ausbildung typischerweise von rund 4 Jahren bis zu 4 Jahren und 6 Monaten. Wählst du eine EUX-Variante, bei der du gymnasiale Fächer zusätzlich zum Handwerk belegst, kann die Gesamtzeit etwas länger werden — bis zu etwa 5 Jahren. Die genaue Dauer hängt unter anderem davon ab, wo du startest, und von deiner Fachrichtung.

PhaseWas passiertCirca
Grundforløb 1Einführung in das Bauwesen und die ersten HandwerksfächerSchulverlauf
Grundforløb 2Ausgerichtet auf den Beruf des Bauwerkers (struktør), endet mit einer PrüfungSchulverlauf
HauptverlaufWechsel zwischen betrieblicher Ausbildung und Schulperioden, Wahl der FachrichtungDen Hauptteil der Zeit
GesamtInkl. Grundkurs 1 und 2Ca. 4 Jahre bis 4 Jahre und 6 Mon. (EUX kann länger dauern)

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Um aufgenommen zu werden, musst du grundsätzlich die Abschlussprüfung der Folkeskole bestanden haben und die üblichen Notenanforderungen in Dänisch und Mathematik erfüllen, die für die Berufsausbildungen gelten. Erfüllst du die Anforderungen nicht, gibt es oft die Möglichkeit eines Aufnahmegesprächs oder einer Aufnahmeprüfung, und dasselbe gilt, wenn seit deinem Schulabschluss einige Jahre vergangen sind.

Bist du erwachsen und wirst du 25 Jahre oder älter, kannst du die Ausbildung in manchen Fällen als gestalteten Erwachsenenverlauf (EUV) absolvieren, bei dem Erfahrung und frühere Ausbildung den Weg verkürzen können. Sprich mit der Beratung an der Schule, an der du dich bewerben willst — sie können einen Plan erstellen, der zu genau deinem Hintergrund passt.