Zum Inhalt springen

Die Ausrüstung, mit der du arbeitest

EKG, EEG, Audiometrie und Lungenfunktion einfach erklärt

Einleitung

Du arbeitest mit mehreren verschiedenen Geräten, und obwohl sie unterschiedlich aussehen, haben sie etwas gemeinsam: Sie nehmen ein Signal vom Körper auf, verstärken es und stellen es dar, sodass es gedeutet werden kann. Je besser du verstehst, was das Gerät eigentlich misst, desto besser kannst du die Untersuchung durchführen und bemerken, wenn etwas nicht stimmt.

EKG – die elektrische Aktivität des Herzens

Ein Elektrokardiogramm (EKG) erfasst die kleinen elektrischen Impulse, die das Herz schlagen lassen. Du setzt Elektroden auf die Haut – typischerweise an Armen, Beinen und Brust – und das Gerät zeichnet Rhythmus und Signalmuster des Herzens als Kurven auf. Eine gute Aufzeichnung erfordert saubere Haut, korrekte Platzierung und einen entspannt liegenden Patienten. Muskelspannungen, schlechter Hautkontakt oder lose Elektroden erzeugen Störungen in der Kurve.

EEG – die Wellen des Gehirns

Ein Elektroenzephalogramm (EEG) misst die elektrische Aktivität des Gehirns über viele Elektroden, die nach einem festen Muster auf der Kopfhaut platziert werden. Die Signale sind sehr klein, daher ist die Untersuchung empfindlich gegenüber Störungen, und es erfordert Sorgfalt, die Elektroden korrekt zu platzieren und guten Kontakt sicherzustellen. Das EEG wird unter anderem bei der Abklärung von Epilepsie und anderen Zuständen eingesetzt, die das Gehirn beeinflussen.

Audiometrie – das Gehör

Ein Audiometer spielt Töne in verschiedenen Frequenzen und Lautstärken ab, und der Patient zeigt an, wann der Ton gerade eben hörbar ist. So findet man die Hörschwelle für jedes Ohr. Die Untersuchung findet oft in einem schallgedämmten Raum statt, damit der Umgebungslärm nicht stört. Wichtig ist, dass du den Patienten klar anleitest, damit das Ergebnis das Gehör widerspiegelt und nicht ein Missverständnis der Aufgabe.

  • 01EKG: Elektroden auf der Haut messen den Herzrhythmus – erfordert saubere Haut und Ruhe.
  • 02EEG: viele Elektroden auf der Kopfhaut messen Hirnwellen – sehr empfindlich gegenüber Störungen.
  • 03Audiometrie: Töne finden die Hörschwelle – das erfordert einen ruhigen Raum und eine klare Anleitung.
  • 04Spirometrie: misst das Volumen der Lunge und die Ausatemgeschwindigkeit – erfordert die Mitwirkung des Patienten.

Spirometrie – die Lungenfunktion

Die Spirometrie misst, wie viel Luft der Patient einatmen und ausatmen kann und wie schnell. Der Patient pustet nach deinen Anweisungen in ein Mundstück, oft mehrmals, damit man ein zuverlässiges Ergebnis erhält. Diese Untersuchung hängt vollständig von der Mitwirkung des Patienten ab, deshalb ist deine Fähigkeit, anzuleiten, zu motivieren und die Technik zu zeigen, entscheidend dafür, ob die Messung brauchbar ist.

Achte auf Signalstörungen

Aller Ausrüstung ist gemeinsam, dass sie sehr kleine Signale aufnimmt – und deshalb auch leicht Störungen aufnimmt. Schlechter Hautkontakt, Bewegung, elektrisches Rauschen anderer Geräte oder ein unruhiger Patient können eine Messung zunichtemachen. Ein großer Teil deines Handwerks besteht darin zu erkennen, wann eine Messung sauber genug ist, um verwendet zu werden, und wann du korrigieren und sie wiederholen musst. Eine falsche Messung ist schlimmer als gar keine Messung.

Wartung und Kontrolle

Die Geräte müssen gewartet und kontrolliert werden, damit man sich auf sie verlassen kann. Das bedeutet Reinigung nach Vorgaben, Austausch von Verbrauchsmaterialien und dass die Ausrüstung nach den Anweisungen des Herstellers und der Abteilung kontrolliert und kalibriert wird. Du musst wissen, wann ein Gerät geprüft werden muss und was du tust, wenn es falsch zu funktionieren scheint. Ein Gerät, auf das man sich nicht verlassen kann, gehört nicht in eine Patientenuntersuchung.

Das Gerät misst nur das, wozu du ihm die Gelegenheit gibst. Gute Vorbereitung und saubere Signale sind die halbe Miete einer guten Untersuchung.