Sicherheit, Gesundheit und Umwelt im Lackiererhandwerk
Schutzausrüstung, Lüftung und Abfall, wenn du mit Lack und Lösungsmitteln arbeitest
Einleitung
Autolackierung ist ein Chemiefach. Die Produkte, die die schöne Oberfläche ergeben, enthalten Stoffe, die gefährlich sein können, wenn man sie einatmet, auf die Haut bekommt oder falsch handhabt. Deshalb ist Sicherheit nichts, was zur Arbeit hinzukommt — sie ist ein fester Bestandteil davon. Ein guter Lackierer schützt sich selbst, seine Kollegen und die Umwelt genauso sorgfältig, wie er die Oberfläche schützt.
Zuerst die Atmung
Lackdämpfe und Schleifstaub sind das größte Gesundheitsrisiko. Viele Härter enthalten Stoffe, die bei wiederholter Exposition Allergien auslösen und die Atemwege schädigen können. Deshalb wird beim Spritzen geeigneter Atemschutz getragen, und die Lüftung der Kabine muss in Ordnung sein und Dämpfe vom Atembereich fernhalten. Es reicht nicht, sich an den Geruch zu gewöhnen — der Schaden kann lange entstehen, bevor man ihn spürt.
Haut, Augen und Körper
- 01Geeigneter Atemschutz beim Spritzen und Mischen
- 02Schutzhandschuhe, die zu den Chemikalien passen, die du verwendest
- 03Schutzbrille gegen Spritzer beim Anmischen und Abbeizen
- 04Ganzkörperanzug oder Arbeitskleidung, die Lack und Staub von der Haut fernhält
- 05Wasche die Hände gründlich und iss niemals im Lackierbereich
Brand- und Explosionsgefahr
Viele Lösemittel sind feuergefährlich, und Lackdämpfe können sich im schlimmsten Fall entzünden. Deshalb darf im Lackbereich nicht geraucht und nicht mit offenem Feuer oder funkenbildendem Werkzeug gearbeitet werden. Brennbares Material wird korrekt gelagert, und Feuerlöschausrüstung muss verfügbar und allen bekannt sein. Gute Belüftung verringert das Risiko ebenfalls, weil sie entzündliche Dämpfe abführt.
Chemikalien und Abfall
Reste von Lack, Härter, Lösungsmitteln, gebrauchte Filter und verunreinigte Tücher sind gefährlicher Abfall und dürfen nicht einfach weggeworfen oder in den Abfluss gegossen werden. Sie müssen gesammelt, sicher aufbewahrt und nach den Regeln für gefährlichen Abfall entsorgt werden. Korrekte Kennzeichnung und Trennung der Abfallarten gehören zur täglichen Routine.
Qualität ist auch Sicherheit
Sicherheit und Qualität hängen zusammen. Eine saubere, gut belüftete und ordentlich eingerichtete Werkstatt bringt sowohl eine gesündere Lackiererin als auch ein besseres Lackergebnis. Wenn Produkte richtig gemischt werden, Trockenzeiten eingehalten und die Ausrüstung gepflegt wird, vermeidet man sowohl Fehler im Lack als auch unnötige Exposition gegenüber Chemikalien. Gute Ordnung ist das Fundament des Berufs.
“Der beste Lackierer ist nicht nur der mit dem schönsten Ergebnis — sondern der, der nach vielen Jahren im Fach noch gesunde Atemwege und gesunde Haut hat.”