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Schadensaufstellung und die Zusammenarbeit mit den Versicherungsgesellschaften

Von der Fotodokumentation zur genehmigten Reparatur — so hängt es zusammen

Einleitung

Viele der Autos, die in einer Karosserie- und Lackierwerkstatt landen, sind dort, weil eine Versicherung die Reparatur decken soll. Das bedeutet, dass es bei der Arbeit des Lackierers nicht nur um das Handwerk geht, sondern auch darum, den Auftrag beschreiben, dokumentieren und kalkulieren zu können, damit die Versicherungsgesellschaft ihn genehmigen kann.

Von der Schadensbesichtigung zur genehmigten Reparatur

  • 01Fotodokumentation des Schadens aus mehreren Blickwinkeln, bevor die Arbeit beginnt
  • 02Beschreibung des Schadensumfangs: Welche Schichten und Teile sind betroffen
  • 03Beurteilung, ob das Teil repariert oder ausgetauscht werden soll
  • 04Berechnung von Zeitaufwand und Materialien für die Aufgabe
  • 05Einsendung der Schadensaufstellung an den Sachverständigen oder die Versicherung zur Genehmigung

Digitale Erfassungssysteme

Heute werden die meisten Schadenskalkulationen in digitalen Branchenprogrammen erstellt, die standardisierte Zeitwerte für die einzelnen Arbeitsprozesse verwenden. Das ist auch der Hintergrund dafür, dass die Ausbildung Wert darauf legt, dass der Lehrling IT für Zeitermittlung, Preisbildung und die Ausführung fachlicher Arbeitsaufgaben nutzen kann — denn ohne diese Kompetenz ist es schwer, eine Kalkulation zu erstellen, die sowohl zutreffend ist als auch schnell genehmigt werden kann.

Kommunikation mit der Versicherungsgesellschaft

DokumentationWarum es wichtig ist
Bilder vor der ReparaturZeigt den ursprünglichen Schadenumfang, falls später Zweifel entstehen
Beschreibung der MethodeBegründet die Wahl zwischen Reparatur und Austausch
Material- und ZeitverbrauchBildet die Grundlage für den Preis, den die Versicherung genehmigt
Bilder nach der ReparaturDokumentiert das fertige Ergebnis gegenüber Kundschaft und Versicherung

Wenn der Schaden größer ist, als er aussieht

Manchmal stellt sich ein Schaden als umfangreicher heraus, wenn man erst einmal angefangen hat — zum Beispiel, wenn Rost oder frühere Reparaturen unter der Oberfläche entdeckt werden. Hier ist es wichtig, die Versicherungsgesellschaft mit aktualisierter Dokumentation erneut zu kontaktieren, statt selbst zu entscheiden, die Aufgabe zu erweitern. Gute Kommunikation unterwegs erspart allen Beteiligten später Konflikte.

Dokumentation ist der beste Freund des Lackierers an dem Tag, an dem Zweifel entstehen, was eigentlich falsch war und was dagegen getan wurde.