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Die Ausbildung zum Hufschmied: vom Grundabschnitt zum Gesellenbrief

Das kleinste Schmiedehandwerk des Landes — und der Weg hindurch

Einleitung

Hufschmied ist eines der kleinsten und spezialisiertesten Handwerksfächer des Landes — und der einzige Ort, an dem man die gesamte Ausbildung machen kann, ist HANSENBERG in Kolding. Die Ausbildung ist eine Berufsausbildung nach dem dänischen Berufsbildungsgesetz, geregelt durch die Verordnung über die Berufsausbildung zum Hufschmied, und sie folgt dem dualen Prinzip: Der größte Teil der Zeit verläuft in der Ausbildung bei einem anerkannten Hufschmiedebetrieb, unterbrochen von Schulaufenthalten, in denen die Theorie und die Disziplinen, denen man im Betrieb nicht jeden Tag begegnet, systematisch trainiert werden.

Die Struktur

Der Weg beginnt wie in anderen Berufsausbildungen mit einem Grundkurs (grundforløb) — für die Jugendlichen, die direkt aus der 9. oder 10. Klasse kommen, mit dem ersten Teil des Grundkurses und danach mit dem zweiten Teil, der auf den Beruf ausgerichtet ist. Laut HANSENBERG dauert der Hauptkurs 3 Jahre und 6 Monate, davon 21 Wochen Schulaufenthalt; der Rest ist Ausbildung im Betrieb. Das stellt eine große praktische Anforderung: Du musst einen Ausbildungsplatz bei einem praktizierenden Hufschmied finden. Weil der Beruf klein ist, ist die Zahl der Ausbildungsbetriebe begrenzt, und viele künftige Auszubildende nehmen frühzeitig Kontakt zu Hufschmieden auf — gern mit ein paar Tagen Mitlaufen als gegenseitige Probe.

Die Schulfächer — die volle Breite des Berufs

  • 01Grundschmieden: Stahlsorten, Wärmebehandlung (Normalglühen, Härten, Anlassen), Feuerschweißen und Werkstattsicherheit.
  • 02Anatomie, Physiologie und Verhalten: Skelett, Muskeln und Sehnen des Pferdes, der Aufbau des Hufs, der Hufmechanismus, Beinstellungen, Zehenachsen — und sicherer Umgang auf Grundlage des Verhaltens des Pferdes.
  • 03Ausschneiden und Beschlagen: warme und kalte Anpassung, Gewichtstragung, Abrollen und Landung, Nagellehre, das Barhuf-Konzept und Boots sowie Arbeitsumfeld und Arbeitshaltungen.
  • 04Herstellung von Parallelbeschlägen und Herstellung von Krankenbeschlägen: Handschmieden, Materialwahl und die Geschichte des Hufbeschlags.
  • 05Sehnen- und Gliedmaßenfehlstellungen bei Fohlen: Wachstumslinien, Flexordeformitäten und Korrekturtechniken.
  • 06Krankheiten und Verletzungen: Hufleiden von Hufabszessen bis zur Hufrehe, bildgebende Diagnostik und die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt.
  • 07Betriebsführung: Dokumentation, Preiskalkulation, Versicherungen und digitale Werkzeuge.

Die Progression der Praktikziele

Die betriebliche Ausbildung im Unternehmen ist kein beliebiges Mitlaufen — sie wird von Praktikumszielen gesteuert, die zwischen den Schulblöcken gesteigert werden. Vor dem ersten Hovedforløb muss der Auszubildende unter anderem Pferde, Fohlen und Jungpferde handhaben, Werkzeug benutzen und pflegen, alte Eisen abnehmen, ausschneiden und an einem unkomplizierten Pferd bearbeiten sowie mit heißem Beschlag arbeiten können. Vor dem zweiten Hovedforløb verschärfen sich die Anforderungen an Balancebeurteilung und Handschmieden: Die Ziele nennen konkrete Eisen wie Hakeneisen mit Aufzug, besonders schiefes Hintereisen, Abrolleisen, Streicheisen, Geradzeh-Hintereisen, konkaves Hintereisen und Alu-Vordereisen. Vor dem dritten Hovedforløb ist das Niveau routiniert: Fohlenbearbeitung, Ausschnitte im Huf, Umgang mit Nageltritt und Hufabszessen sowie das Handschmieden von Eggbar-Eisen, Heartbar-Eisen und Hufrehebeschlägen.

Was der fertige Geselle können muss

Die Kompetenzziele der Verordnung zeichnen den fertigen Hufschmied in vierzehn Punkten: Er oder sie kann selbstständig alle Arten von Hufeisen für Pferde herstellen, darunter Spezial- und Krankenbeschläge; kann Hufe ausschneiden und Beschläge auf Grundlage von Wissen über die Anatomie des Pferdes anbringen; kann mit Pferden aufgrund von Kenntnissen des Pferdeverhaltens sicher umgehen; und kann beurteilen, ob bei akuten Leiden ein Tierarzt gerufen werden muss. Dazu kommen die breiten Ziele: qualitätsbewusste Planung, Zusammenarbeit und Kundenkommunikation, Betriebsführung, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit, Innovation — und der verantwortliche, kritische Umgang mit digitalen Werkzeugen, darunter generative künstliche Intelligenz zur fachlichen Informationssuche.

Nach dem Gesellenbrief

HANSENBERG nennt selbst die Karrierewege: Arbeit in Schmiedewerkstätten, bei Reitschulen, Gestüten und Rennbahnen — und für viele ein eigenes Unternehmen mit festem Kundenkreis. Eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens drei Jahren Dauer eröffnet außerdem den Zugang zu einem Studium an einer Berufsakademie. Fachlich hört die Entwicklung mit dem Gesellenbrief nicht auf: internationale Zertifizierungen, Kurse in Fohlenorthopädie und Krankbeschlag sowie Wettbewerbsschmieden sind die klassischen Wege, das Handwerk über die ganze Karriere hinweg zu schärfen.

Zum Hufbeschlagschmied wirst du nicht in 21 Schulwochen — du wirst es an tausend Hufen, mit einem guten Lehrmeister an deiner Seite.

Erfahrener Ausbilder im Fach

Für denjenigen, der sowohl Feuer in der Esse als auch Tiere im Alltag will, gibt es kaum ein konzentrierteres Fach: eine Schule, wenige Ausbildungsplätze, großer fachlicher Stolz — und ein Arbeitsmarkt, auf dem ein guter Geselle schnell ein bekannter Name in seiner Gegend wird.