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Der Alltag des Malers: Vorbehandlung, Technik und das fertige Ergebnis

Von der leeren Baustelle zu einer Oberfläche, die zugleich schützt und gut aussieht

Einleitung

Als Bautenmaler ist es deine Aufgabe, einer Oberfläche eine Behandlung zu geben, die sowohl das Material schützt als auch das Aussehen erzeugt, das der Kunde wünscht. Das klingt einfach, aber ein gutes Ergebnis entsteht aus vielen kleinen, sorgfältigen Schritten. Der sichtbare Teil — das Auftragen selbst — ist oft der kürzeste; die meiste Zeit geht für die Vorbereitung drauf.

Es beginnt mit der Beurteilung des Untergrunds

Bevor du überhaupt irgendetwas tust, musst du wissen, womit du es zu tun hast. Ist die Wand aus Gips, Beton, Putz oder Holz? Ist sie schon einmal gestrichen worden, und wenn ja, womit? Gibt es Feuchtigkeit, Schimmel, lose Farbe oder Risse? Der Untergrund bestimmt sowohl, welche Produkte du verwenden kannst, als auch, wie viel Vorbehandlung nötig ist. Auf einem schlechten Untergrund weiterzustreichen ist vergebliche Arbeit — es blättert ab, schlägt durch oder reißt wieder auf.

Vorbereitung und Abdecken

Eine gut ausgeführte Malerarbeit beginnt damit, alles zu schützen, was nicht gestrichen werden soll. Böden werden abgedeckt, Leisten und Glasflächen mit Klebeband abgeklebt, und Möbel werden umgestellt oder eingepackt. Gutes Abdecken erspart dir Stunden Aufräumen und ergibt scharfe, saubere Kanten. Das ist langweilige Arbeit, aber sie macht einen großen Teil dessen aus, was fachliche Arbeit von selbst Gebasteltem unterscheidet.

  • 01Rücke Möbel und Inventar weg oder decke sie ab
  • 02Lege den Bodenschutz aus und befestige ihn
  • 03Klebe Leisten, Sockelleisten, Glas und Schalter mit Klebeband ab
  • 04Verschaffe dir einen Überblick über die Lichtverhältnisse des Raums, bevor du streichst

Vorbehandlung: reinigen, ausbessern, grundieren

Die Vorbehandlung ist das Herz guter Malerarbeit. Zuerst wird die Oberfläche von Staub, Fett und losen Partikeln gereinigt. Risse und Löcher werden mit Spachtelmasse ausgebessert, glatt geschliffen und abgesaugt. Saugende oder neue Untergründe werden grundiert, damit die nachfolgende Farbe einen gleichmäßigen Untergrund zum Anbinden bekommt. Eine gute Grundlage bedeutet, dass die Deckfarbe gleichmäßig deckt und lange hält.

Spachteln und Schleifen ist ein Handwerk für sich. Du trägst die Spachtelmasse in dünnen Schichten auf, lässt sie trocknen und schleifst sie ab, bis die Oberfläche vollkommen eben ist. Glatte Wände verraten im Streiflicht jeden einzelnen Fehler, deshalb gilt es hier, geduldig zu sein und die Arbeit unterwegs mit Hand und Auge zu kontrollieren.

Auftrag: Pinsel, Rolle und Spritzpistole

Wenn der Untergrund fertig ist, kann die Farbe selbst aufgetragen werden. Du wählst das Werkzeug nach der Aufgabe: Pinsel für Kanten, Ecken und Details; Rolle für große, ebene Flächen; und Spritzgerät, wo in kurzer Zeit viel gedeckt oder ein völlig glattes Finish erzielt werden soll. Unabhängig von der Methode geht es darum, die Farbe gleichmäßig in der richtigen Menge aufzutragen und Läufer, Streifen und sichtbar antrocknende Überlappungen zu vermeiden.

Die meisten Behandlungen erfordern mehrere Schichten. Ein gutes Ergebnis entsteht durch dünne, gleichmäßige Schichten mit ausreichender Trockenzeit dazwischen — nicht durch eine dicke Schicht. Die Geduld zwischen den Schichten gehört zum Handwerk.

Qualitätssicherung und Übergabe

Zum Schluss gehst du die Arbeit bei gutem Licht durch, entfernst die Abdeckung vorsichtig und behebst eventuelle Fehler. Du räumst hinter dir auf und übergibst einen Raum, der gebrauchsfertig ist. Ein guter Abschluss — saubere Fläche, scharfe Kanten, gleichmäßige Oberfläche — ist das, woran sich der Kunde erinnert, und das, was den nächsten Auftrag bringt.