Fachrichtungen und Karriere als Maler und Lackierer: vom Neubau bis zu Dekoration und Führung
Wohin dich das Fach nach der Gesellenprüfung bringen kann
Einleitung
Wenn du als Bauten- und Objektbeschichter ausgelernt hast, hast du eine breite Fachlichkeit, die an vielen Stellen einsetzbar ist. Die meisten fangen als Geselle bei einem Meister an und spezialisieren sich von dort in die Richtung, die zu ihren Interessen und zum Markt passt, in dem sie arbeiten. Das Fach umfasst alles vom ganz klassischen Handwerk bis zu technischeren und spezialisierten Aufgaben.
Neubau und Sanierung
Viele Maler arbeiten am Bau — entweder im Neubau, wo man neue, rohe Oberflächen behandelt, oder in der Renovierung, wo man Bestehendes auffrischt und ausbessert. Renovierungsarbeit erfordert oft mehr Vorbehandlung und mehr Materialverständnis, weil du beurteilen musst, was schon auf der Wand sitzt und wie es mit dem Neuen zusammenspielt.
Dekoration und das künstlerische Handwerk
Ein Teil des Berufs war schon immer das Dekorative: Marmorierung, Maserierung, Schablonenmalerei, Dekorationsmalerei und das Anbringen von Wandbekleidungen. Hier trifft das Handwerk auf das Künstlerische, und geschickte Dekorationsmaler sind sowohl für Privathäuser als auch für Restaurierungen und besondere Aufgaben gefragt. Es ist ein Bereich, in dem Erfahrung und Übung im Ergebnis wirklich sichtbar sind.
Spritz- und Industriearbeit
Manche Maler spezialisieren sich auf Spritzarbeiten, bei denen man mit Airless-Ausrüstung große Flächen schnell behandelt und eine ganz glatte Oberfläche erzielt — zum Beispiel an Decken, Fassaden oder industriellen Oberflächen. Die industrielle Oberflächenbehandlung und der Korrosionsschutz von Stahlkonstruktionen sind ein verwandter Bereich mit eigenen Anforderungen und Produkten.
Der weitere Weg
Nach der Gesellenprüfung stehen mehrere Wege offen. Du kannst am Werkzeug bleiben und ein noch besserer Handwerker werden, du kannst als Vorarbeiter oder Kolonnenführer auf größeren Baustellen Verantwortung übernehmen, oder du kannst dich weiterbilden und auf Dauer Meister werden oder einen eigenen Betrieb gründen. Viele Maler machen sich selbstständig, weil sich der Beruf gut für kleinere Betriebe eignet.
- 01Geselle mit Spezialisierung auf Neubau, Renovierung, Dekoration oder Spritzlackierung
- 02Vorarbeiter oder Kolonnenführer mit Verantwortung für eine Kolonne auf der Baustelle
- 03Meister und Selbstständiger mit eigenem Unternehmen
- 04Weiterbildung im Bereich Bauwesen, Führung oder Arbeitsschutz
Ein Beruf mit Zukunft
Gebäude müssen immer instand gehalten werden, und Oberflächen müssen immer behandelt werden. Das macht das Malerhandwerk zu einem stabilen Handwerk mit laufender Nachfrage. Gleichzeitig entwickeln sich die Produkte und die Anforderungen weiter — hin zu nachhaltigeren Farben, besserem Raumklima und höheren Anforderungen an die Dokumentation. Als Maler bekommst du ein Fach, das sowohl in einer langen Tradition ruht als auch ständig in Bewegung nach vorn ist.