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Artikel·Bautischler·Die Branche heute

Die Branche heute — Jobs, Nachfrage und Zukunft

Wo Tischler arbeiten, und was das Fach voranbringt

Einleitung

Holz ist eines der ältesten Baumaterialien, die wir haben, und die Arbeit des Tischlers findet sich überall in der gebauten Welt — in Fenstern, Türen, Treppen, Böden, Küchen und festem Einbau. Das macht das Fach breit, und es bedeutet, dass ein ausgelernter Bautischler an vielen verschiedenen Stellen Arbeit finden kann.

Wo Tischler arbeiten

Viele Bautischler sind in Tischler- und Zimmereibetrieben angestellt, die mit Neubau und Renovierung arbeiten. Andere arbeiten in Betrieben, die Türen, Fenster und Einrichtungen herstellen — an manchen Orten mit starkem Einsatz computergesteuerter Maschinen. Ein Teil der Tischler macht sich außerdem selbstständig, weil der Beruf sowohl in einem Betrieb als auch als selbstständiger Handwerker ausgeübt werden kann.

  • 01Tischlerei- und Baubetriebe, die Neubau und Renovierung ausführen
  • 02Hersteller von Fenstern, Türen, Treppen, Küchen und festem Mobiliar
  • 03Spezialwerkstätten mit maßgefertigtem Inventar und Feintischlerei
  • 04Eigene Firma als selbstständiger Tischler

Die Nachfrage nach gelernten Händen

Das Bauwesen braucht seit längerer Zeit tüchtige Fachkräfte, und Handwerksberufe wie das Tischlerhandwerk gehören zu den Ausbildungen, bei denen breit gesehen gute Chancen bestehen, nach abgeschlossener Ausbildung Arbeit zu finden. Der Bedarf schwankt mit der Konjunktur — das Bauwesen ist empfindlich gegenüber der Wirtschaftslage — aber Holz und die gebaute Umwelt müssen immer instand gehalten werden, und das gibt dem Fach eine stabile Grundlage.

Energetische Sanierung und Nachhaltigkeit

Einer der stärksten Trends im Bauwesen ist die energetische Sanierung. Wenn alte Gebäude weniger Energie verbrauchen sollen, spielt der Tischler eine Hauptrolle: Fenster und Türen gehören zu den Stellen, an denen Wärme entweicht, und Austausch und Abdichtung sind Tischlerarbeit. Zugleich ist Holz ein erneuerbares Material, und der Fokus auf nachhaltiges Bauen zieht in Richtung eines stärkeren Einsatzes von Holz — das sind gute Nachrichten für das Fach.

Digitale und computergesteuerte Maschinen

Die Werkstatt hat sich verändert. Computergesteuerte Maschinen, die nach einer digitalen Zeichnung schneiden und fräsen, sind alltäglich geworden, besonders in Produktionsbetrieben. Das bedeutet nicht, dass das Handwerk verschwindet — Anpassung, Montage und Finish erfordern nach wie vor einen gelernten Tischler —, aber es bedeutet, dass Verständnis für Zeichnung, Maße und Maschinen zum modernen Beruf gehört.

Ein Beruf mit mehreren Richtungen

Weil der Bautischler zusammen mit unter anderem dem Möbeltischler und dem Maschinentischler zur breiteren Tischlerausbildung gehört, liegen verwandte Richtungen unmittelbar daneben. Das gibt einem gelernten Tischler die Möglichkeit, sich zum Beispiel in Richtung Möbelproduktion oder eher industrieller Fertigung zu bewegen, wenn das Interesse später im Arbeitsleben dorthin geht.