Fütterung und Futtermittelkunde
Das richtige Futter für die richtige Art
Einleitung
Die Fütterung ist eine der täglichen Kernaufgaben. Falsches Futter oder falsche Mengen können sowohl Unterernährung als auch Übergewicht und Krankheit verursachen. Deshalb musst du die Verdauung der Tiere und ihren Nährstoffbedarf verstehen.
Drei Haupttypen von Fressern
| Typ | Was sie fressen | Beispiele |
|---|---|---|
| Pflanzenfresser (Herbivoren) | Pflanzen, Gras, Heu, Gemüse | Pferde, Kaninchen, Ziegen, viele Huftiere |
| Fleischfresser (Karnivoren) | Fleisch und tierische Nahrung | Katzen, Greifvögel, Schlangen, große Katzenartige |
| Allesfresser (Omnivoren) | Sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung | Schweine, Bären, viele Affen, Ratten |
Das Verdauungssystem ist an die Nahrung angepasst. Pflanzenfresser haben oft lange Därme oder mehrere Mägen, um Pflanzenfasern abzubauen, während Fleischfresser einen kürzeren Verdauungstrakt haben. Das bedeutet, dass du Futterarten nicht ohne Weiteres vertauschen kannst.
Futterhygiene und Lagerung
- 01Bewahre Trockenfutter trocken und schädlingssicher auf.
- 02Halte leicht verderbliches Futter wie Fleisch, Fisch und Obst gekühlt.
- 03Halte dich an das First-in-first-out-Prinzip, damit das älteste Futter zuerst verbraucht wird.
- 04Reinige Futternäpfe und Geräte täglich, um Bakterienwachstum zu vermeiden.
- 05Entferne Futterreste, die nicht gefressen wurden, damit sie nicht in der Anlage verfaulen.
Anpassung an das einzelne Tier
Der Futterbedarf ändert sich mit Alter, Trächtigkeit, Säugezeit, Aktivitätsniveau und Krankheit. Junge und säugende Tiere haben einen größeren Bedarf, während ältere oder inaktive Tiere leicht übergewichtig werden. Wiege und beobachte die Tiere regelmäßig und passe die Menge anhand der Körperkondition (Körperbau) und des Verhaltens an.
Die Beschäftigung mit dem Futter gehört ebenfalls zum Wohlbefinden. Das Tier für sein Futter arbeiten zu lassen — zum Beispiel indem man Futter versteckt oder Futterautomaten benutzt — ahmt die natürliche Nahrungssuche nach und beugt Langeweile vor.