Was kannst du auf dem Gesellenbrief aufbauen?
Von der Fachkraft zum Techniker, Automationstechnologen, Schiffsingenieur oder Ingenieur — und die Wege über Akademie und Weiterbildung
Einleitung
Viele glauben, eine Berufsausbildung sei eine Sackgasse, in der man einfach als Facharbeiter endet. Die Wahrheit ist das Gegenteil. Ein Gesellenbrief in Elektronik gibt dir ein solides praktisches Fundament, und darauf kannst du eine ganze Reihe weiterführender Ausbildungen aufbauen. Du kannst weitermachen bis genau auf das Niveau, auf das du Lust hast.
Der kurze Sprung — Berufsakademie (erhvervsakademi)
Der naheliegendste Weg weiter ist eine Ausbildung an einer Berufsakademie (erhvervsakademiuddannelse). Sie ist kürzer als ein Universitätsstudium und baut direkt auf dem Praktischen auf, das du bereits kannst. Für einen Elektroniker liegen Richtungen wie IT-Technologe und Automationstechnologe nah am Fach und sind eine natürliche Fortsetzung.
- 01IT-Technologe — Netzwerk, Hardware und Systeme nah an der Elektronik
- 02Automationstechnologe — Steuerung, Roboter und automatische Anlagen
- 03Andere technische Akademieausbildungen, je nachdem, wohin du willst
Einen Schritt weiter — Bachelor of Engineering und Maschinenmeister
Willst du weiter, kannst du ein Professionsbachelorstudium machen. Der Maschinenmeister ist ein klassischer Weg für technische Facharbeiter, weil er Technik, Betrieb und Führung verbindet — und er öffnet in Industrie und Energie viele Türen. Es gibt auch andere Professionsbachelor-Studiengänge, die auf einem technischen Hintergrund aufbauen.
Der Ingenieurweg
Für denjenigen, der den ganzen Weg gehen will, gibt es Zugangswege von einem technischen Hintergrund weiter zu Ingenieurstudiengängen. Das setzt in der Regel voraus, dass du die passenden gymnasialen Fächer hast oder ergänzt — und hier ist der eux-Weg von Vorteil, weil du dann bereits einen Teil der nötigen Fächer mitbringst.
Während du arbeitest — Kurse und Teilzeit
Du musst den Arbeitsmarkt nicht verlassen, um dich zu qualifizieren. Mit Berufserfahrung kannst du Akademieausbildungen in Teilzeit machen, und es gibt Weiterbildungskurse, in denen du dich bei neuer Technik auf dem Laufenden hältst. Das ist der flexible Weg: Du wirst klüger und verdienst gleichzeitig.
Oder tauche tiefer in das Handwerk ein
Bei Weiterbildung geht es nicht nur darum, nach oben in Richtung Führung und Theorie zu gehen. Du kannst auch im Handwerk selbst noch schärfer werden — dich auf eine bestimmte Ausrüstung, eine Branche oder eine Technik spezialisieren und derjenige werden, zu dem die Kollegen kommen, wenn etwas richtig schwierig ist. Auch das ist eine Laufbahn, auf die man stolz sein kann.
“Der Gesellenbrief ist nicht die Decke — er ist der Boden, auf dem du den Rest deiner Laufbahn aufbaust.”