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Die Gesellenprüfung — so bereitest du dich vor

Die abschließenden Teilprüfungen, die dich zur gelernten Elektronikerin bzw. zum gelernten Elektroniker machen

Einleitung

Nach Jahren im Wechsel zwischen Schule und Praxis läuft alles, was du gelernt hast, in einer einzigen Abschlussprüfung zusammen: der Gesellenprüfung. Sie ist nicht bloß eine Formalität — sie ist der Nachweis, dass du das kannst, was der Beruf verlangt, und sie bringt dir deinen Gesellenbrief, das Dokument, das dich zum gelernten Elektroniker macht.

Wie die Prüfung zusammengesetzt ist

Nach der Ausbildungsverordnung besteht die Abschlussprüfung aus zwei Teilprüfungen, die nach den näheren Richtlinien der Ausbildungsordnung angelegt sind. Alle Schüler legen beide Teilprüfungen ab, unabhängig davon, ob sie danach auf eine höhere Stufe weitergehen oder auf Stufe 2 abschließen. Um die Ausbildung auf Stufe 2 zu bestehen, müssen beide Teilprüfungen der Abschlussprüfung jeweils für sich bestanden sein — es genügt also nicht, dass der Durchschnitt reicht, wenn eine der Teilprüfungen für sich genommen nicht bestanden ist.

Wer stellt den Gesellenbrief aus?

Wenn du bestanden hast, stellt der fachliche Ausschuss der Ausbildung — für Elektronik und Schwachstrom ist das Industriens Uddannelser — deinen Gesellenbrief als Nachweis darüber aus, dass du die Kompetenz im Rahmen der Ausbildung erworben hast. Der Gesellenbrief vermerkt, welche Stufe und welches Spezialgebiet du abgeschlossen hast, sowie deine Note in der Abschlussprüfung. Dieses Dokument wirst du für den Rest deiner Laufbahn als Nachweis deines Status als Fachkraft vorzeigen.

Fachlich: wiederhole breit, nicht nur den letzten Stoff

Weil die Prüfung nach langer Zeit des Wechsels zwischen Schule und Praktikum kommt, hat man leicht Stoff aus den früheren Schulperioden vergessen. Nimm dir Zeit, die Grundbegriffe systematisch zu wiederholen — Spannung, Strom, Widerstand, Bauteile, Schaltplanlesen — parallel zum anspruchsvolleren Stoff aus deiner Fachrichtung. Ein Elektroniker, der die Grundlagen klar erklären kann, steht in einer Prüfung stärker da als einer, der nur die neuesten, fortgeschrittenen Details auswendig kann.

  • 01Wiederhole Grundbegriffe und das Lesen von Diagrammen, nicht nur den fortgeschrittenen Fachstoff
  • 02Übe systematische Fehlersuche, damit du unter Zeitdruck ruhig und methodisch arbeitest
  • 03Gehe deine Sicherheits- und Erste-Hilfe-Nachweise durch — sie müssen in Ordnung sein
  • 04Lies Aufgabenbeschreibungen gründlich, bevor du anfängst — Missverständnisse kommen teuer
  • 05Übe, laufend zu dokumentieren, so wie du es bei einem echten Arbeitsauftrag tun würdest

Praktisch: mach den Tag vorhersehbar

Ein großer Teil der Leistung bei einer praktischen Prüfung hängt von der Ruhe ab. Kenne die praktischen Einzelheiten im Voraus: wo und wann die Prüfung stattfindet, welches Werkzeug und welche Ausrüstung du selbst mitbringen musst und wie viel Zeit du für jeden Teil hast. Pack deinen Werkzeugkasten rechtzeitig und prüfe, dass die Messmittel funktionieren und kalibriert sind. Je weniger praktische Überraschungen, desto mehr Kraft hast du für die fachliche Aufgabe selbst.

Nach der Prüfung

Unabhängig vom Ergebnis ist die Gesellenprüfung nicht das Ende deiner fachlichen Entwicklung — sie ist der Beweis dafür, dass du ein solides, gelerntes Niveau erreicht hast, auf dem du weiter aufbauen kannst. Viele erleben, dass gerade die Vorbereitung auf die Prüfung, bei der der gesamte Stoff zusammengeführt und wiederholt wird, einen Überblick über das Fach verschafft, der für den Rest der Laufbahn wertvoll bleibt.

Die Gesellenprüfung testet nicht, ob du alles im Kopf hast — sie testet, ob du die Antwort findest, wenn es darauf ankommt.

Fachliche Betrachtung zur Gesellenprüfung