Kamera, Licht, Ton und Schnitt — die Ausrüstung in Film und Fernsehen
Die wichtigsten Geräteklassen und die Grundbegriffe, die du kennen musst, um Bild und Ton in der richtigen Qualität zu liefern
Einleitung
Eine gute Idee kann durch falsche Ausrüstung oder eine falsche Einstellung ruiniert werden. Deshalb ist die Technik hinter Kamera, Licht, Ton und Schnitt keine Beilage zum Beruf — sie ist Teil des Handwerks. Hier sind die Grundbegriffe und Ausrüstungstypen, die du immer wieder nutzt.
Die Kamera und ihre wichtigsten Einstellungen
Die Kamera fängt das Bild ein, aber das Ergebnis hängt davon ab, wie du sie einstellst. Die Auflösung sagt, wie viele Bildpunkte das Bild hat; die Bildfrequenz, wie viele Bilder pro Sekunde aufgenommen werden; und Belichtungszeit, Blende und Lichtempfindlichkeit steuern gemeinsam, wie hell und scharf das Bild wird. Verstehst du ihr Zusammenspiel, kannst du das Bild bewusst steuern, statt es die Kamera bestimmen zu lassen.
Licht — das Wichtigste, das niemandem auffällt
Gutes Licht sieht man nicht; schlechtes Licht sieht man sofort. Die Lichtsetzung bestimmt Stimmung, Tiefe und wohin der Blick fällt. Ein klassischer Ausgangspunkt ist die Arbeit mit einem Führungslicht, einem Aufhelllicht, das die Schatten weicher macht, und einem Gegenlicht, das das Motiv vom Hintergrund abhebt. Du lernst auch, die Farbtemperatur zu steuern, damit das Licht verschiedener Quellen zusammenspielt und keine merkwürdigen Farbstiche entstehen.
Die Tonausrüstung
Für den Ton nutzt du je nach Situation verschiedene Mikrofone — ein Richtmikrofon an einer Angel nah an der Quelle, ein kleines Ansteckmikrofon an einer Person oder ein Mikrofon für den Umgebungston. Ein Tonaufnahmegerät oder Mischpult steuert den Pegel, damit der Ton weder zu leise noch verzerrt wird. Guter Ton wird nah an der Quelle und in Stille aufgenommen, nicht nachträglich gerettet.
Ausrüstung in Kurzform
| Ausrüstung | Wird verwendet für |
|---|---|
| Kamera | Die Aufnahme des Bildes; wird über Auflösung, Bildfrequenz, Blende und Belichtungszeit gesteuert |
| Stativ / Rig | Stabiles oder bewusst bewegtes Bild ohne Verwackeln |
| Lichtquellen | Führungslicht, Aufhelllicht und Gegenlicht; Steuerung von Stimmung und Farbtemperatur |
| Mikrofone | Angelmikrofon, Ansteckmikrofon und Umgebungsmikrofon je nach Situation |
| Tonaufnahmegerät / Mischpult | Steuerung und Aufzeichnung des Schallpegels |
| Bearbeitungseinstellungen | Computer mit Programm für nichtlineare Bearbeitung, Ton und Farbe |
| Speicherung und Backup | Sichere Aufbewahrung des aufgenommenen Materials, am besten in mehreren Kopien |
Die Bearbeitungseinstellungen
Die Postproduktion geschieht an einem Computer mit einem Schnittprogramm, in dem du auf einer Zeitleiste schneidest, den Ton bearbeitest, die Farbe korrigierst und Grafik einfügst. Dazu gehört ein guter Bildschirm, damit du das Bild richtig siehst, und ausreichend schneller Speicher für das schwere Videomaterial. Eine gut eingerichtete Schnittumgebung erspart dir bei jeder einzelnen Aufgabe Wartezeit.
Ordnung im Material
Wenn eine Produktion Hunderte von Clips und Audiodateien umfasst, werden Benennung und Ordnerstruktur entscheidend. Kennzeichne und sortiere das Material so, dass du die richtige Aufnahme im Schnitt schnell findest. Ein aufgeräumtes Projekt ist ein Geschenk an dich selbst für später — und an die Kollegin oder den Kollegen, die vielleicht darin weiterarbeiten.
“Das richtige Licht, der saubere Ton und die gut eingestellte Kamera sind der Unterschied zwischen einem Clip, der funktioniert, und einem, der neu gedreht werden muss.”
— Fachliche Betrachtung zur Technik in Film und TV