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Artikel·Fotograf·Arbeitsumfeld und Sicherheit

Arbeitsumfeld und Ergonomie hinter der Kamera

Schwere Taschen, lange Tage und hartes Licht - so schützt du Körper und Augen

Einleitung

Viele glauben, der Arbeitstag einer Fotografin oder eines Fotografen bestehe nur darin, auf einen Knopf zu drücken. Die Wirklichkeit ist eine ganz andere. Du trägst schweres Equipment, stehst in verrenkten Haltungen, arbeitest bei wechselndem Licht und verbringst danach oft viele Stunden vor dem Bildschirm. Das verlangt, dass du auf dich selbst achtgibst.

Die schwere Ausrüstung

Kameragehäuse, Objektive, Stative, Lampen und Taschen wiegen zusammen schnell richtig viel. Wenn du den ganzen Tag Ausrüstung über eine Location schleppst oder Lampen auf Stative hievst, belastest du Rücken, Schultern und Arme. Das ist eine der am meisten übersehenen Ursachen für Verschleiß im Beruf.

  • 01Verwende eine gute Tasche oder einen Trolley, damit sich das Gewicht sinnvoll verteilt.
  • 02Hebe mit den Beinen und nicht mit dem Rücken, wenn du Ausrüstung aufbaust.
  • 03Packe nur die Ausrüstung ein, die du tatsächlich brauchst, statt alles mitzuschleppen.

Arbeitshaltungen und Wiederholungen

Ein Porträtauftrag kann bedeuten, dass du stundenlang vornübergebeugt stehst, während ein Reportageauftrag verlangen kann, dass du in der Hocke sitzt oder dich streckst, um den richtigen Winkel zu bekommen. Die unbequemen und wiederholten Haltungen können mit der Zeit Probleme in Nacken, Schultern und Handgelenken verursachen, wenn du nicht aufmerksam bist.

Augen und Licht

Du arbeitest ständig mit Licht - kräftige Studioleuchten, Blitz und scharfes Tageslicht. Das kann die Augen belasten, wenn du dir dessen nicht bewusst bist. Gleichzeitig sitzt du bei der Nachbearbeitung oft in dunklen Räumen und schaust in einen hellen Bildschirm, was das Sehvermögen ermüdet.

Die Bildschirmarbeit nach der Aufnahme

Die Bildbearbeitung nimmt im modernen Fotografenberuf viel Raum ein. Viele Stunden am Computer können dieselben Beschwerden verursachen wie jede andere Bildschirmarbeit: Nackenschmerzen, müde Augen und Mausarm. Deshalb ist ein guter, verstellbarer Arbeitsplatz mit Bildschirm in richtiger Höhe und ein ordentlicher Stuhl genauso wichtig wie deine Kamera.

Das psychische Arbeitsumfeld

Fotografenarbeit kann auch psychisch fordernd sein. Deadlines, anspruchsvolle Kunden, unvorhersehbare Aufträge und Phasen mit sehr viel Arbeit, gefolgt von ruhigen Phasen, können Stress erzeugen. Lerne, Grenzen zu setzen, deine Zeit zu planen und um Hilfe zu bitten, wenn der Druck zu groß wird.