Einleitung
Viele Beschwerden in einem Salon drehen sich nicht um schlechtes Handwerk, sondern um missverstandene Erwartungen. Die Beratung ist der Ort, an dem du abstimmst, was der Kunde wünscht, mit dem, was fachlich möglich ist – und das ist eine Fähigkeit, die du genauso trainieren kannst wie das Schneiden.
Stelle offene Fragen
Lass zuerst den Kunden erzählen. Offene Fragen wie ‘was möchtest du heute mitnehmen?’ und ‘wie stylst du es zu Hause normalerweise?’ bringen dir mehr als ein Ja/Nein. Nutze gegebenenfalls Bilder, erkläre aber gleichzeitig, was bei genau diesem Haar realistisch ist.
- 01Frage nach Alltag und Styling-Gewohnheiten – nicht nur nach dem ‘Traumschnitt’.
- 02Nutze Referenzbilder, gleiche sie aber mit Haartyp und Haarzustand ab.
- 03Wiederhole den Wunsch des Kunden mit deinen eigenen Worten, um ein gemeinsames Verständnis sicherzustellen.
- 04Sei ehrlich darin, was mehrere Behandlungen oder viel Pflege erfordert.
Erwartungen abstimmen
Wenn der Kunde auf einmal von dunkel zu platinblond will, ist es deine Aufgabe zu erklären, was das bedeutet – mehrere Besuche, der Zustand des Haars, die Pflege. Es ist besser, das vorher zu sagen, als danach einen enttäuschten Kunden zu haben. Ein Kunde, der den Prozess versteht, wird selten unzufrieden.
Beratung und Zusatzverkauf
Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, gehört die Beratung zur Pflege dazu: Wie stylt der Kunde selbst, welche Produkte passen zum Haartyp, und wann soll der Kunde wiederkommen? Gute Beratung ist kein Druck – sie ist Service, der das Haar hält und den Kunden wiederkommen lässt.