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Die Gesellenprüfung — der Weg zum gelernten Koch

Vom Grundverlauf über die Lehrstelle bis zum abschließenden Gesellenbrief

Einleitung

Die Ausbildung zum Gastronomen ist eine Berufsausbildung, die zwischen Schule und Praktikum wechselt und mit einer Gesellenprüfung endet. Der Weg dorthin ist in klaren Schritten aufgebaut, und es ist gut, sie schon beim Start zu kennen, damit man weiß, was einen erwartet und wann die wichtigen Entscheidungen zu treffen sind.

Das Grundforløb

Kommst du direkt aus der 9. oder 10. Klasse, beginnst du mit dem ersten Teil des Grundkurses (GF1), in dem du breit in den Bereich Lebensmittel, Landwirtschaft und Erlebnis eingeführt wirst. Danach folgt der zweite Teil des Grundkurses (GF2), der speziell auf die Ausbildung zum Gastronom ausgerichtet ist. Hier lernst du die grundlegenden Techniken, Geräte und Fachbegriffe und bekommst ein Gefühl dafür, ob das Küchenfach etwas für dich ist, bevor du dich um einen Ausbildungsplatz bewirbst.

Einen Ausbildungsplatz finden

Um zum Hovedforløb weiterzukommen, brauchst du einen Ausbildungsvertrag — auch Ausbildungsplatz genannt — mit einem anerkannten Ausbildungsbetrieb: einem Restaurant, einem Hotel, einer Kantine, einem Cateringunternehmen oder Ähnlichem. Dort wirst du als Auszubildender mit Lohn eingestellt und schließt eine formelle Vereinbarung über den Rest der Ausbildung. Ist ein Ausbildungsplatz schwer zu finden, kann die schulische Ausbildung in manchen Fällen ein Weg sein, aber ein eigener Ausbildungsplatz in einem richtigen Betrieb gibt die breiteste Erfahrung.

Der Hauptkurs — Schule und Praktikum abwechselnd

Der Hauptkurs wechselt zwischen Praktikumsperioden in der Küche und Schulaufenthalten, in denen Theorie und Technik vertieft werden und in denen du dich spezialisieren kannst — zum Beispiel als Koch, als Koch mit Schwerpunkt grüne Gastronomie oder in Smørrebrød und Catering. Im Praktikum baust du Routine, Tempo und Gespür für das auf, was man nur durch Wiederholung in einer echten Küche unter Druck lernen kann. Die Schulaufenthalte geben zugleich Raum, um Techniken zu vertiefen, für die eine hektische Alltagsschicht nicht immer Zeit lässt.

  • 01GF1 — breite Einführung (typisch für Schüler direkt aus der Grundschule).
  • 02GF2 — fachlich ausgerichteter Grundverlauf speziell auf die Gastronomausbildung.
  • 03Ausbildungsvertrag/Ausbildungsplatz — Anstellung als Auszubildender in einem Praktikumsbetrieb.
  • 04Hauptkurs — abwechselnd Schulaufenthalte und Praktikum, mit Möglichkeit zur Spezialisierung.
  • 05Gesellenprüfung — die abschließende praktische und theoretische Prüfung.

Die Gesellenprüfung

Die Ausbildung endet mit einer Gesellenprüfung, bei der du zeigst, dass du das kannst, was du über den gesamten Verlauf gelernt hast — typischerweise eine Kombination aus einer praktischen Küchenaufgabe und einer fachlichen Beurteilung von Planung, Ausführung und Ergebnis. Die Prüfung wird von einem Schaumeister und einem Zensor bewertet, und bestehst du, erhältst du deinen Gesellenbrief, der der formale Nachweis dafür ist, dass du nun gelernter Gastronom bist.

Nach dem Gesellenbrief

Mit dem Gesellenbrief in der Hand kannst du direkt als gelernter Koch arbeiten, oder du kannst mit Weiterbildung, Spezialisierung oder weiterem Studium aufbauen. Viele Köche sammeln Erfahrung an mehreren Arten von Arbeitsplätzen — von À la carte über Kantine bis Catering — bevor sie ihre Richtung finden, und das Fach bietet gute Möglichkeiten, sowohl in der Küche zu bleiben als auch zum Küchenchef aufzusteigen oder ein eigenes Lokal zu eröffnen.