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Die Gesellenprüfung: so ist die Abschlussprüfung aufgebaut

Von der Projektarbeit zum Gesellenbrief

Einleitung

Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung — der Prüfung, in der du zeigst, dass du das Fach beherrschst und bereit bist, dich Geselle zu nennen. Hier bekommst du den Überblick darüber, was die Prüfung typischerweise enthält und wie du dich am besten vorbereitest.

Eine mündliche Prüfung ausgehend von einer praktischen Aufgabe

Die Gesellenprüfung geht typischerweise von einer Projektaufgabe aus, die auf einer konkreten fachlichen Fragestellung aus deinem Lehrbetrieb oder einem anderen einschlägigen Betrieb der Branche aufbaut. Die Prüfung selbst läuft als mündliche Prüfung ab, in der du deine Arbeit an der Aufgabe vor einem Prüfer präsentierst und verteidigst.

Das Portfolio — dein fachlicher Abdruck

Während des gesamten Hauptverlaufs baust du ein Portfolio mit eigenen Produkten auf — physische Beispiele deiner Arbeit, gesammelt zusammen mit der zugehörigen Dokumentation. Das Portfolio wird sowohl laufend während der Ausbildung als auch als gesammelte Portfoliomappe im Zusammenhang mit der Gesellenprüfung selbst abgegeben, und es ist dein konkreter Nachweis dafür, was du kannst.

  • 01Sammle während des gesamten hovedforløb (Hauptstufe) laufend gute Beispiele deiner Arbeit — warte nicht bis zur letzten Minute.
  • 02Dokumentiere, welche Entscheidungen du unterwegs getroffen hast und warum.
  • 03Übe, fachliche Begriffe in Worte zu fassen — du musst deine Arbeit darlegen können, nicht nur ausführen.

Wo und wann findet die Prüfung statt?

Die Gesellenprüfung findet als Teil deines letzten Schulaufenthalts im Hauptkurs (hovedforløb) statt, wenn du die vorgeschriebenen Schulperioden und deine betriebliche Ausbildung absolviert hast. Die Prüfung markiert den Übergang vom Auszubildenden zum Facharbeiter — und nach bestandener Prüfung erhältst du deinen Gesellenbrief.

So bereitest du dich am besten vor

Die beste Vorbereitung beginnt lange vor dem Prüfungstag selbst. Nutze die Ausbildung im Betrieb aktiv, um Erfahrungen und Beispiele zu sammeln, die du im Portfolio verwenden kannst, und nutze die Schulaufenthalte, um die fachlichen Begriffe und Normen zu beherrschen, die du in der Prüfung erklären musst. Je mehr du unterwegs dokumentiert hast, desto weniger Stress bleibt, in letzter Minute alles zusammenzutragen.

Die Gesellenprüfung testet nicht nur, was du herstellen kannst — sie testet, ob du erklären kannst, warum du es so gemacht hast.

Wenn du den Gesellenbrief in der Hand hältst, hast du nicht bloß eine Prüfung bestanden — du hast dreieinhalb Jahre fachlicher Entwicklung vom Anfänger zur selbstständigen Fachkraft belegt.