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Die Geschichte des Gold- und Silberschmiedefachs

Eines der ältesten Handwerke der Welt

Einleitung

Gold und Silber faszinieren die Menschen seit Tausenden von Jahren. Die Metalle rosten nicht, sie glänzen schön, und sie lassen sich zum Feinsten formen. Als Gold- und Silberschmied arbeitest du in einem der ältesten Handwerke der Welt, in dem mehrere hundert Jahre alte Techniken noch immer Seite an Seite mit modernem Werkzeug verwendet werden.

Die Entwicklung des Fachs

Das Schmieden von Edelmetall hat die Zivilisationen durch die gesamte Geschichte begleitet. Ein wichtiger Teil der Fachgeschichte ist der Kampf darum, sicherzustellen, dass das Metall tatsächlich das ist, wofür es sich ausgibt — daraus entstanden Systeme zur Kontrolle und Punzierung des Feingehalts.

ZeitraumEntwicklung
Das AltertumSchmuck und Prunkgegenstände aus Gold und Silber werden in vielen Kulturen hergestellt.
Das MittelalterZunft- und Meistersysteme organisieren die Gold- und Silberschmiede in den Städten.
1608Der Kopenhagener Stadtstempel — die drei Türme — wird eingeführt und markiert den Feingehalt des Silbers (ursprünglich ca. 843 Promille).
Das 19. JahrhundertDie Industrie macht Schmuck verbreiteter, aber das Handwerk bleibt bei den Silberschmieden erhalten.
Die GegenwartDer Feingehalt wird mit Stempeln wie 925S für Sterlingsilber angegeben; Handwerk und moderne Technik werden vereint.

Feingehalt und Stempel

Einer der wichtigsten Begriffe des Fachs ist der Feingehalt — also wie groß der Anteil reinen Edelmetalls in einem Stück Metall ist. Ein bekannter Stempel ist 925S, der Sterlingsilber bedeutet: 925 Teile Silber von 1000. Die Stempel sagen, woraus der Gegenstand besteht, und sind eine alte Art, das Vertrauen des Kunden zu sichern.

Das Fach heute

Die dänische Tradition der Silberschmiedekunst ist weltweit bekannt. Als Gold- und Silberschmied verbindest du heute das alte Handwerk — feilen, löten, hämmern und polieren — mit modernen Hilfsmitteln. Du stehst auf den Schultern jahrhundertelanger Erfahrung, jedes Mal wenn du dich an die Werkbank setzt.