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Artikel·Gold- und Silberschmied·Der Aufbau der Ausbildung

Die Gesellenprüfung: so läuft die Abschlussprüfung ab

Von der gezogenen Aufgabe zum fertigen Gesellenstück — die Regeln hinter der praktischen Prüfung

Einleitung

Nach Grundlehrgang, Ausbildungsplatz und Schulblöcken wartet die letzte und entscheidende Prüfung: die Gesellenprüfung. Hier zeigst du, dass du alles Gelernte in ein konkretes, fertiges Stück Arbeit umsetzen kannst — unter Zeitdruck und mit Anforderungen an Technik und Finish. Die Regeln für die Prüfung sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gold- und Silberschmied festgelegt (Bekendtgørelse Nr. 128 vom 3. Februar 2025; neue Regeln für die Ausbildung treten am 1. August 2026 in Kraft).

Eine praktische Prüfung mit gezogener Aufgabe

Die Gesellenprüfung ist eine praktische Prüfung, in der du eine Aufgabe löst, die typisch für die Branche ist. Es gibt mehrere mögliche Modelle für die Aufgabe — bis zu fünf verschiedene — und die Aufgabe und das Modell werden gelost, sodass du nicht im Voraus genau weißt, welches Stück du anfertigen sollst. Ein Beispiel für ein Modell ist eine Ringschiene in Größe 54, ausgeführt in 14 Karat Gold.

Zeit und eigenes Werkzeug

Die Prüfung wird innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens gelöst, der je nach Fachrichtung variiert: 37 Zeitstunden für die Fachrichtung Edelsteinfasser und 45 Zeitstunden für die Fachrichtungen Goldschmied, Korpussilberschmied, Bestecksilberschmied und Ziseleur. Du bringst dein Werkzeug selbst zur Prüfung mit, so wie du es in der täglichen Arbeit an der Werkbank tust — das gehört dazu, um zu zeigen, dass du bereit bist, als Geselle selbstständig zu arbeiten.

FachrichtungDie Dauer der Prüfung
Edelsteinfasser37 Zeitstunden
Goldschmied45 Zeitstunden
Korpussilberschmied45 Zeitstunden
Besteck-Silberschmied45 Zeitstunden
Ziseleur45 Zeitstunden

Was wird bewertet

Die Bewertung legt Gewicht auf die handwerkliche Qualität des fertigen Stücks: Maße und Passform, saubere und feste Verbindungen, eine gleichmäßige und schöne Oberfläche und — je nach Aufgabe — eine korrekte Fassung eventueller Steine. Aber auch der Arbeitsprozess zählt mit, weil der Prüfer anwesend ist und beurteilen kann, wie du die Aufgabe angehst, nicht nur, wie sie endet.

So bereitest du dich am besten vor

Weil die Aufgabe aus einer begrenzten Zahl bekannter Modelltypen gezogen wird, kannst du dich vorbereiten, indem du genau die Techniken übst, die die Modelle typischerweise verlangen — Maßnehmen, Löten, Fassen und Finish. Sprich mit deinem Lehrmeister und deiner Schule darüber, welche Modelle früher verwendet wurden, und nutze die letzte Zeit in der Schule, um deine Zeiteinteilung in den Griff zu bekommen, damit du die ganze Aufgabe innerhalb der festgelegten Stunden schaffst.

  • 01Kenne den Rahmen: Aufgabe und Modell werden aus einer festgelegten Anzahl von Möglichkeiten gezogen.
  • 02Kenne deinen Zeitrahmen — 37 oder 45 Stunden, je nach deiner Fachrichtung.
  • 03Bring eigenes, gut gepflegtes Werkzeug mit.
  • 04Übe die Zeitplanung, damit die ganze Aufgabe in guter Qualität innerhalb des Zeitrahmens zu schaffen ist.

Die Gesellenprüfung ist keine Überraschung, wenn du die Ausbildung durchlaufen und unterwegs mit deiner Schule gesprochen hast. Sie ist vielmehr eine faire Chance, unter realistischen Bedingungen zu zeigen, dass du bereit bist, dich Geselle zu nennen — in einem Fach, in dem die Details immer zählen.