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Artikel·Karosserietechniker·Elektrifizierung

Sicherheit bei Arbeiten an Elektro- und Hybridfahrzeugen

Warum Hochvoltsysteme eine andere Herangehensweise erfordern als gewöhnliche Karosseriearbeit

Einleitung

Der Anteil an Elektro- und Hybridfahrzeugen auf dänischen Straßen wächst schnell, und der Karosserietechniker begegnet ihnen nach Unfällen zunehmend häufiger. Die Verordnung über die Karosserietechniker-Ausbildung verlangt, dass du Arbeiten planen und ausführen kannst, einschließlich des Umgangs mit Batterien, an elektrisch angetriebenen und hybriden Fahrzeugen in Übereinstimmung mit den Reparaturanleitungen des Herstellers sowie den geltenden Sicherheits- und Umweltanforderungen. Das ist kein Detail — es ist eine eigenständige Kompetenz, denn Hochvoltsysteme bergen ein ganz anderes Risiko als gewöhnliche 12-Volt-Fahrzeugelektrik.

Warum die Spannung alles verändert

Ein Hochvoltsystem in einem Elektro- oder Hybridfahrzeug arbeitet typischerweise mit mehreren hundert Volt — weit über dem, was ein Körper ohne schweren Schaden verträgt. Der Branchenverband SKAD (dänische Fahrzeugschadenbranche) veröffentlichte 2019 eine Leitlinie zum Umgang mit beschädigten Elektro- und Hybridfahrzeugen, und 2022 kam eine aktualisierte Arbeitsschutzanleitung hinzu — fachlich erarbeitet vom Teknologisk Institut für die Arbeitsschutzgemeinschaft der Branche und von der dänischen Arbeitsaufsicht (Arbejdstilsynet) kommentiert —, die beschreibt, welche Vorkehrungen die Werkstätten nach dem Arbeitsschutzgesetz bei verschiedenen Arbeiten an diesen Fahrzeugen treffen müssen.

Freischalten und Sicherheitsmessung

  • 01Halte dich immer an das spezifische Verfahren des Herstellers zum Abschalten des Hochvoltsystems — es unterscheidet sich von Marke zu Marke.
  • 02Die Person, die die Abschaltung vornimmt, muss über eine einschlägige Zertifizierung verfügen und zugelassene Schutzausrüstung verwenden, einschließlich isolierender Handschuhe und Werkzeuge.
  • 03Nach dem Freischalten muss eine Sicherheitsmessung durchgeführt werden, die bestätigt, dass das System tatsächlich spannungsfrei ist.
  • 04Ohne diese Kontrollmessung kann es lebensgefährlich sein, mit den Reparaturarbeiten zu beginnen.
  • 05Warte die vom Hersteller vorgeschriebene Entlastungszeit ab, damit sich eventuelle Kondensatoren im System entladen können.

Wer an Hochvoltsystemen arbeiten darf

Nicht jeder Mechaniker oder Karosserietechniker darf frei an Hochspannungsteilen arbeiten. Dansk Bilbrancheråd weist darauf hin, dass eine einschlägige Ausbildung und Zertifizierung verlangt wird, bevor man Elektro- und Hybridfahrzeuge auf Hochvoltebene reparieren und warten darf. In einer Karosseriewerkstatt bedeutet das typischerweise, dass ein oder mehrere Mitarbeiter besonders dafür ausgebildet sind, das System abzuschalten und wieder in Betrieb zu nehmen, während andere erst anfangen, wenn das Fahrzeug für sicher erklärt wurde.

Batteriehandhabung bei Schäden

Eine beschädigte Hochvoltbatterie kann noch Stunden oder Tage nach dem Unfall eine Brandgefahr darstellen, weil beschädigte Batteriezellen intern Wärme entwickeln können. Beschädigte oder verdächtige Batteriepakete müssen deshalb in Quarantäne gestellt werden — oft im Freien und mit Abstand zu anderen Fahrzeugen — bis der Hersteller oder eine Fachperson sie beurteilt hat. Die Werkstatt muss geeignete Löschmittel für Lithium-Batteriebrände und ein klares Verfahren dafür haben, wann ein Batteriepaket zur spezialisierten Reparatur statt zum normalen Austausch weitergeht.

RisikoVorsichtsmaßnahme
Stromschlag aus dem HochvoltsystemFreischalten nach dem Verfahren des Herstellers + Sicherheitsmessung vor der Arbeit
Restspannung in KondensatorenHalte die Entladezeit des Herstellers vor dem Berühren ein
Wärmeentwicklung in einer beschädigten BatteriezelleQuarantäneaufstellung und Überwachung nach einem Schaden
Fehlende Kompetenz bei der Mitarbeiterin oder dem MitarbeiterNur zertifizierte Mitarbeiter führen das Freischalten und Hochvoltarbeiten aus