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Artikel·Kosmetiker·Ausbildung

Fort- und Weiterbildung für Kosmetiker

Worauf du mit dem Gesellenbrief aufbauen kannst — von Kursen bis zur Akademieausbildung und zur Selbstständigkeit

Einleitung

Wenn du als Kosmetiker ausgelernt bist, stehen dir mehrere Türen offen. Du kannst dein Handwerk schärfen, dich auf bestimmte Behandlungen spezialisieren, Führung und Betriebswirtschaft auf das Fach draufsetzen oder dich im Bildungssystem weiterbewegen. Hier ist der Überblick darüber, worauf du aufbauen kannst.

Kurze Kurse und Spezialisierung

Der schnellste Weg zu neuem Wissen sind kurze Kurse. Im Service- und Schönheitsbereich gibt es Weiterbildungen, in denen du bei konkreten Behandlungen, neuer Technik oder neuen Produkten besser werden kannst. Viele Lieferanten bieten außerdem Schulungen und Zertifikate für ihre Geräte und Methoden an. Das ist eine gute Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben und das zu erweitern, was du deinen Kunden anbieten kannst.

  • 01Kurze Weiterbildungskurse im Servicebereich (AMU-Schiene).
  • 02Lieferantenkurse und Zertifikate für bestimmte Geräte, Produkte und Methoden.
  • 03Spezialisierung auf Nischen wie zum Beispiel bestimmte Haut- oder Wellnessbehandlungen.

Akademie- und weiterführende Wege

Willst du weiter im formalen Bildungssystem, kann eine Berufsausbildung Zugang zu weiterführenden Ausbildungen geben. Viele Facharbeiter bauen mit einer Akademieausbildung auf, die sich oft berufsbegleitend in Teilzeit absolvieren lässt, zum Beispiel in Führung, Verkauf oder Führung eines eigenen Unternehmens. Von dort kann der Weg zu einem Professionsbachelorstudium weitergehen, wenn du weiter willst. Prüfe die aktuellen Zugangsvoraussetzungen der konkreten Ausbildung, die du anpeilst — sie können unterschiedlich sein.

RichtungWas es dir bringtTypische Form
Kurze KurseGeschärftes Handwerk und neue BehandlungenTage bis Wochen, oft neben dem Job
AkademieausbildungGeschäft, Führung, VertriebTeilzeit, aufbauend auf Berufserfahrung
ProfessionsbachelorBreitere weiterführende KompetenzenVollzeit oder Teilzeit

Der Weg in die Selbstständigkeit

Für viele Kosmetikerinnen ist die Eröffnung einer eigenen Praxis die wichtigste Weiterentwicklung. Das ist keine Ausbildung, sondern ein Schritt, der voraussetzt, dass du lernst, ein Geschäft zu führen: Finanzen, Preise, Marketing, Vorschriften und Kundenpflege. Hier ist eine Akademieausbildung in Führung oder Unternehmertum oft ein starkes Fundament, und viele kombinieren sie mit reiner Erfahrung aus einer vorherigen Anstellung.

Unterrichten und das Fach weitergeben

Mit Erfahrung und eventuell einem pädagogischen Aufbau können manche in Richtung Unterricht gehen — zum Beispiel an einer Berufsschule oder in einem Branchen- oder Lieferantenzusammenhang. Das ist eine Möglichkeit, dein Handwerk weiterzugeben und gleichzeitig eine ganz neue Seite an dir zu entwickeln.

Der Gesellenbrief ist eine Startbahn, keine Endstation — was du darauf aufbaust, prägt den Rest deiner Laufbahn.