Fort- und Weiterbildung
Worauf du mit dem Gesellenbrief aufbauen kannst
Einleitung
Wenn du ausgelernt hast, hast du ein solides Fundament — aber du musst nicht stillstehen. Eine Berufsausbildung ist heute eine gute Plattform zum Weiterbauen, sowohl wenn du in deinem Fach besser werden willst, als auch wenn du dich in neue Richtungen bewegen willst. Hier sind einige der Wege, die offenstehen.
Bleib mit Weiterbildung scharf
Der einfachste Schritt ist laufende Weiterbildung. Kurze Kurse, unter anderem in den Arbeitsmarktausbildungen (AMU), lassen dich dein Wissen über neue Materialien, Techniken und Maschinen aktualisieren. Das ist eine gute Art mitzuhalten, wenn sich das Fach entwickelt — und es verlangt nicht, dass du lange aus dem Arbeitsleben aussteigst.
Spezialisiere dich tiefer
Ein anderer Weg ist, in eine Nische deines eigenen Fachs in die Tiefe zu gehen. Als Bootsbauer kannst du zum Beispiel Experte für die Restaurierung von Holzbooten oder für fortgeschrittenen Verbundbau werden. Als Segelmacher kannst du dich auf bestimmte Segeltypen oder auf computergestütztes Segeldesign spezialisieren. Tiefe Spezialisierung macht dich zu dem, den andere anrufen, wenn die Aufgabe schwierig ist.
Weiter zum Techniker- und Hochschulniveau
Mit einem Gesellenbrief in der Hand hast du Zugangsmöglichkeiten zu mehreren weiterführenden Ausbildungen. Viele Fachkräfte bauen z. B. in Richtung Techniker- oder Akademieniveau in einem verwandten technischen Bereich weiter oder in Richtung einer Berufsakademieausbildung, wenn sie mehr Theorie und breitere Kompetenzen wollen. Die konkreten Zugangsvoraussetzungen hängen von der einzelnen Ausbildung ab — prüfe sie bei der Bildungseinrichtung.
- 01Kurze AMU-Kurse zur Aktualisierung von Materialien und Techniken
- 02Tiefe Spezialisierung in einer Nische des eigenen Fachs
- 03Weiterbildung Richtung Techniker- oder Akademieniveau
- 04Erhvervsakademi- oder andere weiterführende Ausbildungen im technischen Bereich
- 05Unternehmertum — eine eigene Werkstatt oder Segelmacherei gründen
Der Weg in die Selbstständigkeit
Für viele Handwerker ist der Traum die Selbstständigkeit. Mit Erfahrung, einem Kundenstamm und Überblick über das Geschäftliche kannst du deine eigene Werkstatt oder Segelmacherei eröffnen. Hier sind Kurse in Betriebsführung, Finanzen und Führung neben dem rein Fachlichen eine gute Investition — denn ein guter Handwerker ist nicht automatisch ein guter Unternehmer, aber beides lässt sich lernen.
“Der Gesellenbrief ist kein Punkt, sondern ein Sprungbrett — wie hoch du springen willst, bestimmst du selbst.”