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Artikel·Holzmechaniker·Werkzeug und Ausrüstung

Materialien, Maschinen und Werkzeug im Beruf des Holzmechanikers

Das Holz, die Plattenmaterialien und die Maschinen, die sie formen

Einleitung

Im Maschinentischlerhandwerk sind Material und Maschine zwei Seiten derselben Sache: Du wählst Maschine und Vorgehen danach, welches Material du hast und was daraus werden soll. Verstehst du das Material, setzt du die Maschinen klüger ein.

Holz und seine Natur

Massivholz hat Fasern, die in eine Richtung verlaufen, und es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie ab, sodass es 'arbeitet' — es schwindet und dehnt sich mit der Luftfeuchte. Das bedeutet, dass Verbindungen mit Raum für Bewegung ausgeführt werden müssen und dass Holz mit Blick darauf gelagert und bearbeitet werden muss. Verschiedene Holzarten haben unterschiedliche Härte, Festigkeit und Aussehen, und die Wahl hängt davon ab, wofür das Werkstück verwendet werden soll.

Plattenwerkstoffe

Viel moderne Produktion nutzt Plattenwerkstoffe — Platten, die aus Holz in unterschiedlichen Formen zusammengesetzt sind, oft mit einer Oberfläche versehen. Sie sind stabil und gleichmäßig und gut geeignet für Schränke, Küchen und Möbel in Serie. Sie stellen andere Anforderungen als Massivholz: Die Kanten müssen bearbeitet werden, und man muss wissen, wie die Platte auf Fräsen und Bohren reagiert. Die Materialien unterscheiden zu können, ist entscheidend für ein gutes Ergebnis.

Materialien und wofür sie verwendet werden

MaterialWird typischerweise verwendet für
MassivholzMöbel, Fenster, Türen und Werkstücke mit sichtbarem Holz
PlattenwerkstoffePlattenmöbel, Schränke und Küchen in Serie
FurnierSchöne Oberflächen auf Plattenwerkstoffen
LeimFeste, haltbare Verbindungen
OberflächenbehandlungSchutz und Aussehen des fertigen Werkstücks

Die Maschinen in der Werkstatt

Der Maschinenpark reicht weit: Sägen zum Zuschneiden des Materials, Hobel für ebene und gerade Flächen, Fräsen für Profile und Ausschnitte sowie Bohr- und Schleifmaschinen. Über allem stehen die CNC-Maschinen, die einem Programm folgen und komplexe Bearbeitungen mit großer Genauigkeit ausführen können — und in den modernsten Werkstätten auch Roboter. Jede Maschine hat ihren Zweck, und ein Teil der Fachlichkeit besteht darin, die richtige für die Aufgabe zu wählen.

CAD/CAM und Programmierung

Ein wachsender Teil des Werkzeugs ist nicht physisch, sondern digital: Programme, um das Werkstück zu zeichnen (CAD) und um die Zeichnung in die Bewegungen der Maschine umzusetzen (CAM). Zeichnen, planen und programmieren zu können, gehört heute genauso zum Fach wie der Umgang mit einem Hobel. Der Computer ist zu einem der wichtigsten Werkzeuge des Maschinentischlers geworden.

Pflege von Maschinen und Werkzeug

Scharfes und gut gewartetes Werkzeug liefert ein besseres Ergebnis, schont die Maschine und ist sicherer im Gebrauch. Stumpfe Fräser und Sägen reißen im Holz, laufen heiß und können Material wegschleudern. Deshalb ist die Wartung von Werkzeug und Maschinen keine Pause von der Arbeit — sie ist Teil davon. Eine Werkstattkultur mit Ordnung und Pflege liefert sowohl bessere Qualität als auch weniger Unfälle.

Die Maschine ist nur so gut wie derjenige, der sie auswählt, einrichtet und das Material kennt, das sie zerspant.