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Die Gesellenprüfung als Kunststoffformgeber — so bereitest du dich vor

Was die Prüfung testet, wie sie aufgebaut ist und wie Schule und Betrieb gemeinsam bewerten

Einleitung

Die Gesellenprüfung ist der Höhepunkt deiner gesamten Ausbildung. Laut der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kunststoffformgeber bilden die Ziele und Fachbeschreibungen der Ausbildung die gemeinsame Grundlage sowohl für den Unterricht in der Schule als auch für die Ausbildung im Betrieb — und damit auch für die Beurteilung in der abschließenden Gesellenprüfung. Mit anderen Worten: In der Prüfung kommt nichts Neues oder Überraschendes vor, das nicht schon Teil dessen war, was du unterwegs gelernt hast.

Was muss die Prüfung belegen?

Der Zweck der Gesellenprüfung ist zu zeigen, dass du die Kompetenzziele erreicht hast, die zu deiner Stufe und deiner Fachrichtung gehören — das heißt, dass du eine Maschine oder Aufgabe einrichten, sie fachlich korrekt durchführen, die Qualität des Ergebnisses kontrollieren und deine Entscheidungen unterwegs erklären kannst. Die Prüfung findet typischerweise im Zusammenhang mit der letzten Schulperiode auf der abschließenden Stufe des hovedforløb statt, und die Schule richtet die konkrete Aufgabe nach der Gesellenprüfungsanleitung der Ausbildung aus.

Praktischer und theoretischer Teil

Die Prüfung hat in der Regel einen praktischen Kern, in dem du eine konkrete Aufgabe aus deinem Fachgebiet löst — Thermoplast oder Duroplast — und sowohl nach Vorgehensweise als auch nach Ergebnis bewertet wirst. Oft wird die praktische Aufgabe durch einen theoretischen oder mündlichen Teil ergänzt, in dem du deine Entscheidungen begründen, die Materialwahl erklären oder die Qualitätskontrolle darlegen sollst. Dein Ausbildungsbetrieb steuert außerdem eine Praktikumserklärung bei, die beschreibt, wie du dich durch die gesamte Ausbildung geschlagen hast — sie zählt zum Gesamtbild deiner fachlichen Kompetenz, nicht nur der Prüfungstag selbst.

  • 01Lies deine eigenen Notizen und Aufgaben aus den Schulperioden noch einmal durch — die Gesellenprüfung baut direkt auf dem auf, was du bereits gelernt hast.
  • 02Übe, deine Entscheidungen laut zu erklären, nicht nur sie auszuführen — der mündliche Teil gewichtet dein Verständnis, nicht nur das handwerkliche Können.
  • 03Frage deinen Ausbildungsverantwortlichen, an welchen Aufgaben der Betrieb typischerweise arbeitet, und übe genau diese rechtzeitig.
  • 04Kläre mit der Schule ab, welche Hilfsmittel und Materialien du selbst zur Prüfung mitbringen musst.

Bewertung

Die Bewertung bei der Gesellenprüfung erfolgt nach der 7-Stufen-Skala, die im gesamten dänischen Bildungssystem verwendet wird, und typischerweise nimmt ein externer Prüfer gemeinsam mit den Lehrkräften der Schule an der Beurteilung teil, um eine einheitliche und faire Bewertung über Klassen und Jahrgänge hinweg zu sichern.

Nach der Gesellenprüfung

Wenn du bestanden hast, wird dein Gesellenbrief ausgestellt, und du darfst dich gelernter Kunststoffformgeber nennen. Das ist zugleich der Anfang neuer Möglichkeiten — von der Spezialisierung in der Produktion bis zum einjährigen Aufbau als Kunststoffspezialist für alle, die gleich weitermachen wollen.

Die Gesellenprüfung testet nicht, ob du perfekt bist — sie testet, ob du für deine eigene Arbeit einstehen kannst.

Fachliche Betrachtung zur Gesellenprüfung