Zum Inhalt springen

Arbeitsumfeld, Sicherheit und Ergonomie im Detail

Halte den Körper ein ganzes Arbeitsleben lang heil

Einleitung

In einem Beruf, in dem du dich den ganzen Tag bewegst, hebst, schiebst und bückst, ist der Körper dein wichtigstes Arbeitsmittel. Verschleiß entsteht selten durch eine einzige falsche Bewegung, sondern durch dieselben kleinen Belastungen, tausendfach wiederholt. Deshalb sind Ergonomie und Sicherheit nichts, woran du gelegentlich denkst — sie sind Teil der Art, wie du arbeitest.

Ergonomie — arbeite mit dem Körper, nicht gegen ihn

Bei Ergonomie geht es darum, die Arbeit an den Körper anzupassen statt umgekehrt. Halte den Rücken so gerade wie möglich, benutze beim Heben die Beine statt des Rückens, und arbeite so nah am Körper wie möglich. Wechsle zwischen den Arbeitshaltungen, damit nicht ständig dieselben Muskeln belastet werden, und stelle deine Geräte — Mopps, Wagen und Stiele — so ein, dass du nicht mit erhobenen Armen oder krummem Rücken arbeiten musst.

  • 01Hebe mit gebeugten Knien und geradem Rücken und halte die Last dicht am Körper
  • 02Schieben statt Ziehen, und nutze Wagen und Hilfsmittel
  • 03Stelle die Stiellängen so ein, dass du Arbeiten über Schulterhöhe vermeidest
  • 04Wechsle zwischen Aufgaben und Haltungen, damit sich die Belastung verteilt

Chemie und Schutzausrüstung

Reinigungs- und Desinfektionsmittel können Haut, Augen und Atemwege reizen, wenn sie falsch verwendet werden. Dosiere nach Anweisung, mische Produkte niemals aufs Geratewohl und benutze die Schutzausrüstung — Handschuhe, gegebenenfalls Brille oder Maske — die das Sicherheitsdatenblatt vorschreibt. Gib das Mittel lieber auf das Tuch, statt Aerosol in die Luft zu sprühen, sowohl für dein eigenes Raumklima als auch für das der anderen.

Rutschgefahr und Stürze

Nasse Böden sind eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle in diesem Beruf. Kennzeichne nasse Bereiche immer, trage rutschfestes Schuhwerk und wische Verschüttetes sofort auf. Achte besonders auf Übergänge zwischen Bodenarten und auf Treppen, wo ein Sturz schwere Folgen haben kann.

Biologische Risiken und Hygiene

In Krankenhäusern und im Gesundheitswesen kannst du mit Keimen, Blut und biologischem Abfall in Berührung kommen. Hier sind korrekte Händehygiene, der Gebrauch von Handschuhen und die Kenntnis der infektionshygienischen Richtlinien des Arbeitsplatzes entscheidend — sowohl um dich selbst zu schützen als auch um keine Keime zwischen Patienten zu verbreiten. Scharfe Gegenstände und Kanülenabfall werden nach besonderen Regeln gehandhabt.

Das psychische Arbeitsumfeld

Das Arbeitsumfeld ist nicht nur körperlich. Zeitdruck, Alleinarbeit, die Begegnung mit kranken oder unzufriedenen Menschen und das Gefühl, übersehen zu werden, können genauso zehren wie schweres Heben. Ein gutes psychisches Arbeitsumfeld beruht auf angemessenen Zeitrahmen, einer Gemeinschaft am Arbeitsplatz und einer Leitung, mit der man reden kann. Es ist in Ordnung, Nein zu sagen, wenn die Aufgaben nicht verantwortungsvoll zu schaffen sind.

Du bist Teil der Sicherheit

Betriebe mit Beschäftigten haben eine Arbeitsschutzorganisation, und viele haben einen Arbeitsschutzbeauftragten, an den du dich wenden kannst. Melde Mängel und Beinaheunfälle, damit sie behoben werden können, bevor jemand zu Schaden kommt. Sicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung, aber sie beginnt damit, dass jeder Einzelne sie ernst nimmt.

Du musst dem Beruf standhalten können — nicht nur morgen, sondern in zwanzig Jahren. Das entscheidet sich daran, wie du heute arbeitest.

Ergonomischer Grundgedanke