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Die Abschlussprüfung — so bereitest du dich vor

Die Prüfung auf Stufe 1 und Stufe 2 — und der Ausbildungsnachweis

Einleitung

Jede Stufe der Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung, die die Schule in der letzten Schulperiode abhält. Die Prüfung auf Stufe 1 (Reinigungstechniker) legen alle Auszubildenden ab, auch diejenigen, die zu Stufe 2 weitergehen. Wenn du fertig bist, stellt der Fachausschuss einen Ausbildungsnachweis aus, auf dem steht, mit welcher Stufe du die Ausbildung abgeschlossen hast (BEK Nr. 192/2026 §§ 6-7). Das Wort »Gesellenprüfung« wird im Alltag verwendet, ist aber nicht der Name der Prüfung in dieser Ausbildung. Gute Vorbereitung heißt, die Struktur rechtzeitig zu kennen, statt von ihr überrascht zu werden.

Der Aufbau der Prüfungen

Die Prüfung auf Stufe 1 ist eine praktische Reinigungsaufgabe, die du auslost. Du führst die Aufgabe aus und erläuterst deine Entscheidungen mündlich. Die Prüfung dauert 30 Minuten inkl. Beratung, und ein Prüfer und ein Beisitzer sind die ganze Zeit anwesend. Auf Stufe 2 erstellst du ein schriftliches Projekt in deiner Fachrichtung — allein oder in einer Gruppe von höchstens drei — in 5 Tagen während der Schulperiode. Das Projekt wird mündlich vorgestellt, und außerdem losst du eine praktische Prüfung aus. Die Prüfung auf Stufe 2 dauert 45 Minuten inkl. Beratung, und jeder der drei Teile zählt ein Drittel und muss bestanden werden. Beide Prüfungen werden nach der 7-stufigen Skala bewertet.

TeilenWorum es geht
Stufe 1: praktische PrüfungAusgeloste Reinigungsaufgabe mit mündlicher Erläuterung; 30 Minuten inkl. Beratung
Stufe 2: schriftliches ProjektEine fachliche Fragestellung in deinem Fachgebiet; 5 Tage, allein oder höchstens zu dritt
Mündliche PräsentationDu präsentierst die Aufgabe und begründest sie vor Prüfer und Zensor
Stufe 2: praktische PrüfungAusgeloste Aufgabe; jeder der drei Teile auf Stufe 2 zählt ein Drittel und muss bestanden werden

Das schriftliche Projekt (Stufe 2)

Die Projektaufgabe geht typischerweise von einer realen Situation aus deiner Ausbildung im Betrieb aus — einer Aufgabe, die du gelöst hast, oder einer Herausforderung, der du begegnet bist. Wähle ein Thema, bei dem du selbst auf Erfahrung zurückgreifen kannst und bei dem du die praktische Arbeit mit der gelernten Theorie verbinden kannst: Hygieneprinzipien, Qualitätsnormen wie DS/INSTA 800, Ergonomie oder Chemie. Je enger die Verbindung zwischen Praxis und Theorie ist, desto stärker ist die Arbeit.

Die praktische Prüfung

Die praktische Prüfung prüft, ob du Theorie unter den Bedingungen in Handeln umsetzen kannst, unter denen das Fach tatsächlich steht. Hier zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Methode: dass du das richtige Mittel wählst, in der richtigen Reihenfolge arbeitest, Geräte und Maschinen korrekt benutzt und dabei auf deine eigene Sicherheit und Ergonomie achtest.

So bereitest du dich vor

  • 01Beginne die schriftliche Arbeit rechtzeitig und wähle ein Thema, das in deiner eigenen Ausbildung im Betrieb wurzelt
  • 02Übe, deine fachlichen Entscheidungen laut zu erklären, nicht nur sie auszuführen
  • 03Gehe zentrale Begriffe wie DS/INSTA 800, den Sinnerschen Kreis und die Hygieneprinzipien durch, bis du sie mit eigenen Worten erklären kannst
  • 04Frage deinen Ausbildungsbetrieb und deine Schule, wie gerade deren Prüfung typischerweise aufgebaut ist

“Die Prüfung belohnt, wer erklären kann, warum — nicht nur, wer es richtig macht, ohne zu wissen, warum.”

— Prüfungsrelevanter Punkt