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Digitale Beschilderung und LED-Bildschirme: das Schild der Zukunft

Von der statischen Folie zu Bildschirmen, die im Lauf des Tages die Botschaft wechseln

Einleitung

Ein herkömmliches Schild zeigt eine Botschaft, bis es physisch ausgetauscht wird. Ein digitaler Bildschirm kann dagegen im Lauf desselben Tages mehrere Botschaften zeigen — morgens ein Angebot, abends eine andere Nachricht. Diese Flexibilität ist der wichtigste Grund dafür, dass digitale Beschilderung (Digital Signage) sich in Läden, in Büros und an Straßen ausbreitet.

Der Markt wächst deutlich

Der europäische Markt für digitale Beschilderung wird bis 2029 voraussichtlich um fast 11 % jährlich wachsen, getrieben von Unternehmen, die in ihrer visuellen Kommunikation mehr Flexibilität nachfragen, als statische Schilder bieten können. Für die Schilderbranche bedeutet das einen wachsenden Bedarf an technischem Wissen über Bildschirme, Steuerungssysteme und Content-Management — nicht nur über Folie und Druck.

Was ist der Unterschied zwischen digitaler und gedruckter Beschilderung?

Gedrucktes/folienbeschichtetes SchildDigitaler Bildschirm (LED/LCD)
BotschaftFest, muss physisch gewechselt werdenLässt sich jederzeit aus der Ferne aktualisieren
AnlagekostenNiedrigerHöher (Bildschirm, Steuerung, Strom)
BetriebskostenKein StromverbrauchLaufender Stromverbrauch und ggf. Software-Abonnement
Typische Lebensdauer im FreienMehrere Jahre, abhängig von Folie/UV-BeständigkeitHängt von der IP-Klasse und der Kühlung des Bildschirms ab

Was verlangt das vom Schildertechniker?

  • 01Grundlegendes Verständnis für den Elektroanschluss und die Zusammenarbeit mit einem zugelassenen Elektriker bei der Festinstallation.
  • 02Kenntnis darüber, wie Inhalte für einen Bildschirm im richtigen Format und in der richtigen Auflösung aufbereitet werden.
  • 03Wissen darüber, wo ein Bildschirm im Freien hängen darf (Helligkeit, Temperatur, Feuchtigkeit) — im Unterschied zu einem gedruckten Schild.
  • 04Verständnis dafür, wann ein Kunde die Flexibilität einer digitalen Lösung wirklich braucht — und wann ein gedrucktes Schild die bessere und günstigere Wahl ist.

Die Zukunft des Fachs

Da immer mehr Kunden digitale Lösungen nachfragen, wird die Fähigkeit, sowohl zum klassischen Handwerk als auch zu den neuen Technologien zu beraten, ein immer wichtigerer Teil der Kompetenzen des Schildertechnikers. Das Fach bewegt sich von der reinen Herstellung physischer Schilder hin zu einer technischen Beratung darüber, wann ein Bildschirm die richtige Antwort auf den Bedarf des Kunden ist.