Metallbearbeitung: spanend und spanlos
Von Sägen und Bohren bis zu Biegen, Walzen und Scheren
Einleitung
Die Metallbearbeitung wird traditionell in zwei Hauptgruppen unterteilt: die spanende Bearbeitung, bei der Material in Form von Spänen abgetragen wird, und die spanlose Bearbeitung, bei der das Material umgeformt wird, ohne etwas zu entfernen.
Spanabhebende Bearbeitung
Bei der spanenden Bearbeitung wird Material mit einer Schneide abgetragen. Dazu gehören unter anderem Drehen, Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Sägen und Schleifen. Werkzeug und Werkstück bewegen sich relativ zueinander, und dabei entstehen Späne.
- 01Drehen: Das Werkstück rotiert, und ein zerspanendes Werkzeug formt zylindrische Flächen
- 02Fräsen: ein rotierendes Werkzeug mit mehreren Schneiden bearbeitet ebene und profilierte Flächen
- 03Bohren: Herstellung von Löchern mit einem rotierenden Bohrer
- 04Gewindeschneiden: Erzeugen eines Gewindes mit Gewindebohrer, Schneideisen oder auf der Maschine
Spanlose Bearbeitung
Bei der spanlosen Bearbeitung wird die Form des Materials durch Pressen, Biegen oder Schneiden verändert, ohne dass Späne entstehen. Dazu gehören Biegen, Walzen, Scherschneiden, Lochen (Ausstanzen von Löchern) und Schmieden.
Maschinen in der Werkstatt
In einer Metallbau- und Metallwerkstatt findet man typischerweise Bandsäge oder Kreissäge zum Ablängen, Säulen- oder Radialbohrmaschine, Abkantpresse zum Biegen, Blechrundwalze zum Rollen von Blechen zu Zylindern sowie Tafelschere oder Blechschere zum Schneiden. Größere Werkstätten haben außerdem Drehbänke und Fräsmaschinen, oft CNC-gesteuert.
Aufmerksamkeit für das Material
Verschiedene Metalle verhalten sich bei der Bearbeitung unterschiedlich. Harter Stahl verlangt eine niedrigere Schnittgeschwindigkeit und gute Kühlung, während Edelstahl zäh und wärmeempfindlich ist. Aluminium ist weich und leicht zu bearbeiten, kann aber am Werkzeug kleben. Materialkenntnis ist daher eine Voraussetzung für gutes Handwerk.