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Lokalanästhesie und Medikamente in der Klinik

Lidocain, Analgetika und Antibiotika in der Praxis

Einleitung

Die Betäubung ist eines der Dinge, die die moderne Zahnbehandlung wirklich erträglich gemacht haben. Die Ausbildungsverordnung hebt denn auch Kenntnisse über Analgetika und Lokalanästhetika sowie über Antibiotika, Antimykotika und antivirale Mittel als Teil des Wissens hervor, das du aus der Schule mit in die Praxis nehmen sollst.

Lokalanästhesie — Lidocain ist der Standard

Das am häufigsten verwendete Lokalanästhetikum in der dänischen Zahnpflege ist Lidocain, oft mit Adrenalinzusatz. Das Adrenalin zieht die kleinen Blutgefäße rund um die Einstichstelle zusammen, sodass die Betäubung länger wirkt und die Blutung während der Behandlung geringer wird. Die Betäubung wird nahe an dem Nerv gespritzt, der das zu behandelnde Gebiet versorgt, und nach wenigen Minuten wird das Gebiet gefühllos — eine Wirkung, die je nach Mittel und Menge typischerweise ein bis zwei Stunden anhält.

Die Aufgaben des Assistenten rund um eine Injektion

  • 01Bereite Spritze, Kanüle und das richtige Betäubungsmittel nach Anweisung des Zahnarztes vor.
  • 02Prüfe die Karteikarte des Patienten auf bekannte Allergien oder frühere Reaktionen auf Betäubung.
  • 03Behalte den Patienten während und direkt nach der Injektion im Auge — manche reagieren mit Schwindel oder Unwohlsein (vasovagale Reaktion), besonders nervöse Patienten.
  • 04Entsorge gebrauchte Kanülen direkt in einer Kanülenbox (scharfer, infektiöser Abfall) — niemals lose im Restmüll.
  • 05Kläre den Patienten darauf hin, dass Lippe/Wange gefühllos sind, damit er sich nicht beißt oder verbrüht, solange die Betäubung wirkt.

Analgetika — Schmerzmittel rund um die Behandlung

Über die örtliche Betäubung selbst hinaus kann die Zahnärztin oder der Zahnarzt Analgetika (Schmerzmittel) verordnen oder empfehlen, um Schmerzen abzudecken, nachdem die Betäubung nachgelassen hat — zum Beispiel nach einer Zahnentfernung oder einem größeren Eingriff. Welches Präparat relevant ist und in welcher Dosis, ist eine ärztliche bzw. zahnärztliche Entscheidung, aber du musst nachvollziehen können, was verordnet ist, und die Anweisung deutlich an den Patienten weitergeben, einschließlich dessen, worauf der Patient selbst achten muss.

Antibiotika, Antimykotika und antivirale Mittel

ArzneimitteltypWird eingesetzt gegenWarum es für dich relevant ist
AntibiotikaBakterielle Infektionen, z. B. bei einem Abszess oder vor bestimmten chirurgischen Eingriffen bei RisikopatientenDu musst die Prinzipien kennen, damit du eine korrekte Information des Patienten unterstützen kannst
AntimykotikaPilzinfektionen in der MundhöhleKommt seltener vor, gehört aber zum Arzneimittelwissen der Klinik
Antivirale MittelVirusinfektionen, z. B. bestimmte Wunden im MundTeil der allgemeinen Arzneimittelkenntnis im Fach

Handhabung, Lagerung und Entsorgung

Arzneimittel und Betäubungsmittel müssen sicher aufbewahrt werden, oft verschlossen und mit Kontrolle der Haltbarkeit, damit die Klinik niemals abgelaufene Präparate verwendet. Reste und Verpackungen werden nach der Abfallordnung der Klinik für Medizinabfall und Risikoabfall entsorgt — das ist kein gewöhnlicher Hausmüll. Materialien und Medikamente nach den geltenden Vorschriften korrekt handhaben, aufbewahren und entsorgen zu können, ist denn auch ein eigenständiges Ziel in der fachlichen Verordnung für die Ausbildung.

Eine gute Betäubung ist für den Patienten unsichtbar — woran man sich erinnert, ist eine ruhige Assistenz, die erklärt, was man spüren kann und worüber man sich keine Sorgen machen muss.