Staub, Chemie und Feinmotorik - das Arbeitsumfeld im Labor
So passt du auf Lunge, Haut, Augen und Rücken auf, während du schleifst, gießt und konzentriert sitzt
Einleitung
Ein Dentallabor ist eine faszinierende Mischung aus Handwerk, Werkstofftechnik und Feinmechanik. Es ist aber auch ein Ort, an dem du auf deine eigene Sicherheit achten musst. Du schleifst und polierst, du arbeitest mit Chemie und Hitze, und du sitzt viele Stunden bei präziser, konzentrierter Arbeit. Ein gutes Arbeitsumfeld kommt nicht von selbst - es ist etwas, das du lernst und woran du festhältst.
Staub vom Schleifen und Polieren
Wenn du Gips, Acryl, Metall oder Keramik schleifst und polierst, wird feiner Staub frei, den du nicht in die Lunge ziehen sollst. Deshalb sind eine Absaugung am Arbeitsplatz und Atemschutz ganz zentral. Gewöhne dir von Tag eins an, die Absaugung einzuschalten, bevor du die Maschine einschaltest - nicht umgekehrt. Bestimmte Dämpfe und Partikel aus Dentalmaterialien können bei wiederholtem Einatmen gesundheitsschädlich sein.
Chemie: Acrylmonomer, Säuren und Lösungsmittel
Die Arbeit mit unter anderem Acryl bringt Chemikalien mit sich, die Haut und Atemwege reizen können, und einige können mit der Zeit Allergien auslösen. Du musst die Sicherheitsdatenblätter der Produkte kennen, Handschuhe und Atemschutz vorschriftsmäßig verwenden und für gute Belüftung sorgen. Nimm das ernst: Eine Allergie gegen einen Stoff, mit dem du täglich arbeitest, kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass du nicht mehr im Beruf bleiben kannst.
Hitze, Flammen und Maschinen
Wachs muss erwärmt werden, Metall lässt sich gießen und löten, und Keramik wird bei hohen Temperaturen gebrannt. Heiße Oberflächen und Flammen führen zu Verbrennungen, wenn du unvorsichtig bist. Schleif-, Bohr- und Fräsmaschinen haben rotierende Teile, die offenes Haar, Schmuck oder ausgefranste Ärmel nicht verzeihen. Lerne die Sicherheitsfunktionen der Maschinen, benutze Schutz für Augen und Hände, und nimm nie Abkürzungen, um ein paar Sekunden zu sparen.
Die Augen und die feine Arbeit
Ein großer Teil des Faches findet mit kleinen Werkstücken und hoher Präzision statt. Das belastet die Augen, und Schleifstaub und Splitter können sie verletzen. Nutze gute Beleuchtung und gegebenenfalls Vergrößerung und trage an den Maschinen immer Augenschutz. Mache außerdem Mikropausen, damit die Augen ruhen können.
Ergonomie: schone Nacken, Rücken und Hände
Du sitzt oft vornübergebeugt und machst mit den Händen feine, wiederholte Bewegungen. Das belastet Nacken, Schultern, Rücken und Handgelenke. Du beugst vor, indem du Arbeitshöhe und Stuhl richtig einstellst, deine Arbeitshaltungen variierst und kurze Pausen machst. Solche Belastungsschäden bauen sich über Jahre auf - die guten Gewohnheiten müssen von Anfang an sitzen.
- 01Stelle Werkbank, Stuhl und Beleuchtung so ein, dass du mit geradem Rücken und entspannten Schultern arbeitest.
- 02Wechsle zwischen den Arbeitsaufgaben, damit dieselben Gelenke nicht den ganzen Tag belastet werden.
- 03Verwende beim Schleifen und Polieren immer Absaugung und Atemschutz.
- 04Mach bei den monotonen, präzisen Aufgaben Mikropausen - das beugt Maus-Beschwerden und Sehnenscheidenentzündung vor.
“Du musst dem Beruf viele Jahre lang standhalten können. Das entscheiden die Gewohnheiten, die du dir in den ersten Wochen aneignest.”