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Handhabung, Fixierung und Tierwohl

Sicherer Umgang mit unruhigen und ängstlichen Tieren

Einleitung

Tiere in der Praxis haben oft Angst oder Schmerzen, und ängstliche Tiere können beißen, kratzen oder flüchten. Guter Umgang bedeutet, die Signale des Tieres zu lesen und so wenig Zwang wie möglich einzusetzen, während du trotzdem sicher arbeitest.

Lies die Signale des Tieres

Die Körpersprache verrät, wie es dem Tier geht. Zeichen von Angst oder Stress können eine geduckte Körperhaltung, angelegte Ohren, Piloerektion (aufgestelltes Fell), Hecheln, Knurren oder Versuche, sich zu verstecken, sein. Ein gestresstes Tier muss ruhig und vorhersehbar gehandhabt werden.

Prinzipien der schonenden Fixierung

  • 01Schaffe Ruhe: dämpfe Geräusche, Licht und schnelle Bewegungen.
  • 02Wende so wenig Zwang wie möglich an, solange es noch sicher ist.
  • 03Greife sicher an den richtigen Stellen zu, damit sich das Tier weder selbst noch dich verletzen kann.
  • 04Arbeite im Team, damit Fixierung und Behandlung koordiniert sind.
  • 05Lege Pausen ein, wenn das Tier zu gestresst wird.

Stressreduktion und angstfreier Umgang

Stress zu verringern ist nicht nur für das Tier angenehm — es macht die Untersuchung auch leichter und sicherer. Ein ruhiger, geduldiger Umgang, Leckerlis, wo sie erlaubt sind, und dem Tier Zeit zu geben, sich an die Umgebung zu gewöhnen, können einen großen Unterschied machen. Denke immer an das Tierwohl: Leiden ist so weit wie möglich zu begrenzen.

Bezieh den Eigentümer ein

Der Besitzer kennt das Tier und kann es oft beruhigen. Erkläre, was geschehen wird, und gib klare Anweisungen, wenn der Besitzer beim Halten des Tieres helfen soll. Priorisiere aber immer die Sicherheit — bei Biss- oder Verletzungsgefahr übernimmt das Personal die Fixierung.

Die beste Fixierung ist die, die das Tier kaum bemerkt — weil Vorbereitung und Ruhe Zwang unnötig gemacht haben.