Hauptkurs, Praktikum und Gesellenprüfung
So hängen Schule und Ausbildungsplatz zusammen
Einleitung
Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten ist eine klassische Berufsausbildung (EUD), aufgebaut als duale Ausbildung zwischen Schule und Praktikum. Das bedeutet, dass du nicht jahrelang nur auf der Schulbank sitzt, bevor du in eine Klinik kommst — der größte Teil der Ausbildung findet als betriebliche Ausbildung bei einem Arbeitgeber statt, während der theoretische Teil in abgegrenzten Schulaufenthalten gebündelt ist.
Das Grundforløb — kürzer als in vielen anderen Ausbildungen
Grundforløb 1 dauert 20 Wochen und vermittelt die grundlegenden Kompetenzen, um mit dem Grundforløb 2 fortzufahren. Das Besondere an der Ausbildung zur Tierarzthelferin ist, dass das Grundforløb 2 nur 10 Wochen dauert, im Gegensatz zu den 20 Wochen, die bei vielen anderen Berufsausbildungen die Norm sind. Das setzt allerdings voraus, dass man sich früh im Verlauf nach einem Praktikumsplatz umsieht.
Der Ausbildungsvertrag — deine Eintrittskarte in den Hauptabschnitt
Aufbau des Hauptkurses
Insgesamt dauert die Ausbildung zur veterinärmedizinischen Fachangestellten etwa 4 Jahre (bis zu 4 Jahre und 3 Monate). Der theoretische Teil des hovedforløb (Hauptstufe) umfasst 50 Wochen und findet an der Schule Hansenberg in Kolding statt, während die übrige Zeit die Ausbildung im Lehrbetrieb ist, wo du unter Anleitung die Theorie in praktische Klinikarbeit umsetzt — von der Patientenaufnahme und Laborarbeit bis zur Anästhesieassistenz.
| Teil der Ausbildung | Umfang |
|---|---|
| Grundforløb 1 | 20 Wochen |
| Grundforløb 2 | 10 Wochen |
| Hauptkurs — Theorie an der Hansenberg | 50 Wochen |
| Hauptkurs — Ausbildung im Lehrbetrieb | Der größte Teil der verbleibenden rund 3½ Jahre |
Praktikbescheinigungen — Dokumentation deiner betrieblichen Ausbildung
Im Verlauf der Praktikumsperioden wird deine Ausbildung laufend durch Praktikumserklärungen dokumentiert, die du und dein Ausbildungsverantwortlicher unterschreiben. Sie stellen sicher, dass du tatsächlich die Kompetenzbereiche abdeckst, die die Ausbildung verlangt, und sie sind zugleich ein wichtiges Werkzeug, wenn etwas in der Ausbildung hakt und unterwegs angepasst werden muss.
Die Gesellenprüfung
Die Ausbildung endet mit einer Gesellenprüfung oder Abschlussprüfung, bei der du deine praktischen und theoretischen Kompetenzen vor Zensor und Schaumeistern zeigst. Hier zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Fähigkeit, deine fachlichen Entscheidungen zu begründen — zum Beispiel, warum du eine bestimmte Pflegeaufgabe so angehst, wie du es tust.
“Die Ausbildung endet nicht, wenn du die Schulbank zum letzten Mal verlässt — sie endet, wenn du allein in der Praxis stehen und erklären kannst, warum du tust, was du tust.”