Die Drainage entfernt überschüssiges Wasser aus Rasenflächen, Sportanlagen, Pflanzlöchern und befestigten Flächen. Hier ist die Drainagetechnik: Drainagerohre und Materialien, Gefälle und Tiefe, Sandfang und Spülschächte, Ringdrainage und Anschluss — und die Fallstricke, die am häufigsten zu einem Versagen der Drainage führen.
Einleitung
Die Drainage leitet überschüssiges Wasser aus dem Boden ab, damit Wurzeln nicht ertrinken, Rasenflächen nicht sumpfig werden und befestigte Flächen ihre Tragfähigkeit nicht verlieren. Drainage ist grundlegende Landschaftsbautechnik — und zugleich eine häufige Fehlerquelle, denn eine Drainage, die ohne Gefälle, ohne Sandfang oder in ungeeignetem Boden verlegt ist, versagt still, lange nachdem die Arbeit übergeben wurde.
Wann muss drainiert werden?
- 01Nasser, schwerer Boden oder hoher Grundwasserstand, wo das Wasser nach Regen stehen bleibt.
- 02Rasenflächen und Sportanlagen, die kurz nach Regen nutzbar sein müssen.
- 03Pflanzlöcher in dichtem Lehmboden, in denen das Wasser sonst im Loch steht und die Wurzeln erstickt.
- 04Gelände und Gebäude, bei denen eine Ringdrainage das Wasser von Fundament und Keller fernhält.
- 05Unter und um Befestigungen herum, wo Frostschutzschicht und Drainage zusammen den Aufbau trocken und tragfähig halten.
Drainagerohre und Materialien
- 01Drainagerohr: perforierte Rohre (typischerweise PVC oder PP), die das Wasser aus dem Boden sammeln. Werden so verlegt, dass das Wasser durch die Perforierung eindringen kann.
- 02Umhüllung / Filter: mit Kokos oder Geotextil umhüllte Rohre werden in feinkörnigem Boden verwendet, damit die Drainage nicht mit Bodenpartikeln verschlammt.
- 03Drainagekies / Drainagebox: eine Schicht groben, drainierenden Kieses (oder eine Drainagebox) um das Rohr, die das Wasser dorthin leitet und Feinteile fernhält.
- 04Geotextil: trennt den Dränkies vom umgebenden feinkörnigen Boden, damit sich der Kies nicht zusetzt (DS/EN 13252 für Geotextilien zur Dränung).
Gefälle, Tiefe und Abstand
Eine Drainage braucht Gefälle, damit das Wasser zum Auslauf läuft. Nach üblicher dänischer Praxis werden Drainagerohre mit ca. 3 ‰ Gefälle verlegt, in gerader Linie ohne Senken, in denen sich das Wasser sonst sammelt. Drainagetiefe und Abstand zwischen den Drainagesträngen hängen von der Bodenart ab: je lehmiger und dichter der Boden, desto enger müssen die Drainagen liegen, um ihn zu entwässern, während sandiger Boden mit größeren Abständen auskommt. Lege Tiefe und Abstand nach Boden und Zweck fest (Anleitungen des Rørcentret/SEGES zur Felddrainage), nicht nach einer festen Zahl.
Sandfang und Spülschächte
- 01Sandfang: ein Schacht mit einem Absetzraum, der Sand und Feinstoffe zurückhält, bevor das Wasser weiterläuft — wird vor Auslauf, Sickerpackung oder Kanalanschluss platziert und muss entleert werden können.
- 02Spül-/Inspektionsschächte: geben Zugang zum Spülen und Inspizieren der Drainage; werden an Richtungswechseln und in passenden Abständen auf langen Strecken gesetzt.
- 03Reinigungsfähigkeit: Eine Drainage, die sich nicht spülen und inspizieren lässt, kann nicht gewartet werden — plane den Zugang von Anfang an.
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