Holzterrassen, Bretterzäune, Zäune und Pergolen sind klassische Landschaftsbautechnik. Hier geht es um die Druckimprägnierklassen (NTR A/AB/B), frostfreie Pfostengründung, Balken- und Lagerholzabstand, belüfteten Aufbau und die Wahl von Schrauben und Beschlägen in der richtigen Korrosionsklasse.
Einleitung
Holzterrassen, Bretterzäune, Zäune, Pergolen und Carports sind ein fester Teil der Arbeit des Landschaftsgärtners. Holz draußen in Wind und Wetter fault, wenn es falsch gewählt und gebaut wird — deshalb geht es bei guter Holzarbeit darum, die richtige Schutzklasse zu wählen, die Pfosten frostfrei und trocken zu gründen, belüftet zu bauen und Schrauben und Beschläge zu verwenden, die nicht durchrosten.
Druckimprägnierung und NTR-Klassen
Druckimprägniertes Holz ist mit Holzschutzmittel durchpresst, sodass es Feuchtigkeit und Fäulnis verträgt. Die nordische Kennzeichnung NTR (Nordic Wood Preservation Council) gibt die Klasse an, die einer Gebrauchsklasse nach DS/EN 335 entspricht. Wähle die Klasse danach, wie exponiert das Holz ist:
| NTR-Klasse | Gebrauchsklasse (EN 335) | Anwendung |
|---|---|---|
| NTR M | Gebrauchsklasse 5 | Meerwasser / marine Umgebung (Bollwerk, Badesteg im Salzwasser) |
| NTR A | Gebrauchsklasse 4 | Erd- und Süßwasserkontakt, tragend im Freien — Pfosten, Schwellenbalken, Lagerhölzer gegen Erdreich |
| NTR AB | Gebrauchsklasse 3 | Über Gelände, bewittert ohne Erdkontakt — Terrassendielen, Bekleidung, Zaunbretter |
| NTR B | — | Fenster und Außentischlerei (Deckschicht, nicht tragend im Außenbereich) |
Eindringtiefe und Aufnahme von Holzschutzmitteln sind in DS/EN 351 festgelegt. Alternativen zur Imprägnierung sind Kernholz natürlich dauerhafter Arten (Lärche, Eiche, Robinie), Thermoholz oder Komposit — aber jede Variante hat ihre Grenzen und muss weiterhin belüftet gebaut werden.
Gründung von Pfosten
Pfosten für Zaun, Pergola und erhöhte Terrasse müssen frostfrei und trocken stehen, sonst werden sie vom Frost angehoben oder faulen am Fuß. Zwei Dinge entscheiden über die Lebensdauer: dass der Fuß nicht im Wasser steht und dass die Gründung unter die Frostzone reicht.
- 01Frostfrei gründen: Pfosten stehen frei und unbeheizt, daher rechnet man typischerweise mit etwa 1,2 m frostfreier Tiefe (die ~0,9 m gelten nur unter beheizten Gebäuden) — prüfe dies gegen die Geotechnik/die Anforderungen der Kommune für den konkreten Standort.
- 02Setze den Pfosten in einen Pfostenschuh auf einem Betonfundament, sodass das Holz von Erde und Wasser freigehalten wird — das verlängert die Lebensdauer erheblich.
- 03Das direkte Einbetonieren fängt Wasser am Pfostenfuß und lässt ihn oft schneller faulen; es wird nur mit NTR-A-Holz und einer Drainage unter dem Pfosten gewählt.
- 04Stelle die Pfosten lotrecht und in einer Linie auf und verstrebe sie, bis der Beton erhärtet ist.
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