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Abziehen und Verlegen von Pflastersteinen

Vom Estrich bis zu den gefüllten Fugen

Wenn die Tragschicht fest ist, wird der eigentliche Belag verlegt. Diese Anleitung zeigt, wie du ein ebenes Bettungsbett mit korrektem Gefälle abziehst, Steine von einer geraden Referenzlinie aus verlegst, die Oberfläche rüttelst und die Fugen mit dem richtigen Sand füllst. Bettung und Fugen folgen DS 1136 und NfA.

  1. Zuerst die Randbegrenzung setzen

    Setze und befestige Bordsteine oder Randprofile, bevor das Ausgleichsbett eingebracht wird. Die Einfassung hält den Belag an seinem Platz und bietet einen festen Anschlag zum Verlegen. Bordsteine werden in Versetzmörtel lot- und fluchtgerecht gesetzt (siehe die Anleitung »Bordsteine in Beton und Mörtel setzen«).

  2. Ausgleichsschicht in richtiger Dicke abziehen

    Bringe Ausgleichs-/Bettungssplitt ein und ziehe ihn mit einer Abziehlatte entlang zweier Führungsschienen (z. B. Rohre) ab. Die Ausgleichsschicht ist typischerweise 30 ± 10 mm und mindestens 20 mm dick (DS 1136 / NfA-Praxis). Diese Schicht gibt den Steinen ihr endgültiges Gefälle — sie muss vollkommen eben und im konstanten Gefälle sein.

    Ausgleichsschicht30 ± 10 mmMinimum20 mm
  3. Mindestgefälle in den Estrich einarbeiten

    Pflastersteine und Platten müssen zur Entwässerung mindestens 10 ‰ (1 cm/m) Gefälle haben (NfA 1992); die Branchenempfehlung für Terrassen liegt bei 15 ‰. Prüfe das Gefälle in mindestens zwei Richtungen, während du abziehst — es ist viel leichter, im Bettungsmaterial zu korrigieren als bei fertig verlegten Steinen.

    Mindestgefälle10 ‰ (1 cm/m)Terrasse (Richtwert)15 ‰
  4. Von einer geraden Referenzlinie aus beginnen

    Spanne eine Schnur als gerade Startlinie entlang einer Kante oder Hauswand und lege die erste Reihe genau danach. Alle folgenden Reihen folgen dieser Linie — ein schiefer Anfang setzt sich über die ganze Fläche fort.

  5. Steine verlegen und Fugenbreite einhalten

    Verlege die Steine im gewählten Muster und halte eine gleichmäßige Fugenbreite von typischerweise 2–5 mm ein (DS 1136, abhängig von Steinformat und Projekt). Tritt auf die bereits verlegten Steine, nicht auf das abgezogene Bett, damit du keine Abdrücke hinterlässt. Setze die Steine senkrecht ab, schiebe sie nicht — sonst schiebst du den Splitt vor dir her.

    Fugenbreite2–5 mm (DS 1136)
  6. An Kanten und Roste anpassen

    Schneide die Steine an Kanten, Rosten und Schächten mit Steinknacker oder Winkelschleifer zu, damit die Anpassungen sauber und ohne Absplitterungen werden. Beim Schneiden mit dem Winkelschleifer: Verwende eine FFP2/P2-Staubmaske — Steinstaub aus Granit und Beton kann Quarz enthalten (Arbeitstilsynet); schneide am besten mit Wasserkühlung, um den Staub zu binden.

    Vermeide sehr kleine Zuschnitte an Kanten — sie brechen und sehen schlecht aus. Plane das Muster.

  7. Pflaster festrütteln

    Rüttle den Belag mit einer Rüttelplatte mit Gummiplatte/-matte darunter fest, damit die Steine nicht zerkratzen. Rüttle vom Rand nach innen in überlappenden Bahnen. Warte mit dem Abrütteln von leicht kratzempfindlichen Platten — befolge die Anweisungen des Lieferanten.

  8. Fugen füllen und abkehren

    Fülle die Fugen mit gewaschenem, nährstoffarmem, ofengetrocknetem Quarzsand (0–4 mm) nach DS 1136. Die Nährstoffarmut wirkt Unkraut entgegen. Kehre den Sand in die Fugen, rüttle erneut und fülle nach, bis die Fugen ganz gefüllt sind — eine leere Fuge lädt Unkraut ein und lässt die Steine sich bewegen.

    FugensandGewaschener Quarzsand 0–4 mm (DS 1136)
  9. Die Oberfläche reinigen und das Gefälle prüfen

    Kehre überschüssigen Fugensand ab, damit kein Sand und kein Schleier auf den Steinen liegen. Prüfe zum Schluss, dass keine Mulden vorhanden sind: Gieße Wasser darauf oder achte nach Regen auf stehendes Wasser. Pfützen müssen jetzt behoben werden — nicht erst bei der Übergabe.

Quelle

Erstellt nach DS 1136:2013 (Bettung, Fugenbreite, Fugensand) und Normer for anlægsgartnerarbejde 1992/2023 (Gefälle, Belagsdicken).

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