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Pflanzen von Bäumen und Sträuchern

Richtiges Pflanzloch, Pflanztiefe und Anwachsen

Ob eine Pflanze anwächst, entscheidet sich meist bei der Pflanzung. Diese Anleitung behandelt Bodenbearbeitung, Drainagekontrolle, die Größe des Pflanzlochs, die kritische Pflanztiefe, den Umgang mit dem Wurzelballen, das Verfüllen und das Wässern — mit Pflanztiefe nach NfA 2023 und Pflanzabständen aus Plantning og Landskab.

  1. Vegetationstragschicht tief genug lockern

    Bearbeite/lockere die Vegetationsschicht rund um den Pflanzort tief. Bei Dauerbepflanzung wird mindestens 50 cm tief bearbeitet (Plantning og Landskab), damit die Wurzeln nach unten wachsen können. Gelockert wird jedoch höchstens in der Dicke der Mutterbodenschicht, max. 25 cm auf einmal (NfA 1992).

    Bearbeitungstiefe≥ 50 cm (bleibend)Max. Bearbeitungstiefe25 cm
  2. Die Dränverhältnisse im Pflanzloch testen

    Prüfe, ob das Pflanzloch entwässern kann: Gieße 10 Liter Wasser in eine 10 cm tiefe Mulde von ca. 0,25 m² — es muss innerhalb von 2 Stunden versickern (Plantning og Landskab). Geschieht das nicht, drainiere das Loch oder pflanze erhöht, sonst faulen die Wurzeln im stehenden Wasser.

    Dräntest10 L / 0,25 m² in 2 Stunden versickert
  3. Pflanzloch breiter als den Ballen graben

    Grabe das Loch deutlich breiter als den Wurzelballen, aber nicht tiefer als nötig. Lockere den Boden an Sohle und Seiten, damit die Wurzeln leicht in den umgebenden Boden wachsen. Ein zu schmales Loch in hartem Boden wirkt wie ein Topf, aus dem die Wurzeln nicht herauskommen.

  4. Ballen vor dem Pflanzen durchwässern

    Der Wurzelballen muss durchnässt sein, bevor die Pflanze gesetzt wird — ein trockener Ballen nimmt schlecht Wasser auf, wenn er erst einmal im Boden ist. Tauche oder wässere Container- und Ballenpflanzen vor dem Pflanzen gründlich.

  5. Die Pflanze in der richtigen Tiefe setzen

    Pflanze nicht tiefer, als die Pflanze in der Baumschule stand. Bei Container- und Ballenpflanzen muss die Oberseite des Ballens ±2 cm mit der Bodenoberfläche abschließen (NfA 2023). Zu tief gesetzt erstickt den Wurzelhals; zu hoch trocknet der Ballen aus. Okulierte Rosen sind die Ausnahme: Sie werden 4–6 cm tiefer als die Veredelungsstelle gesetzt (NfA 1992).

    Oberkante des Ballens±2 cm vom Gelände (NfA 2023)Okulierte Rosen4–6 cm tiefer
  6. Netz und Topf richtig entfernen

    Nimm Containerpflanzen aus dem Topf. Synthetisches Ballennetz und Drahtkorb müssen entfernt (oder mindestens ganz heruntergeklappt) werden, während Netze aus Naturfaser liegen bleiben können, da sie verrotten. Synthetisches Netz, das verbleibt, schnürt die Wurzeln mit der Zeit ein.

  7. Mit Mutterboden auffüllen und leicht andrücken

    Fülle das Pflanzloch mit guter Mutterboden-/Pflanzerde und drücke die Erde um den Ballen fest, ohne sie hart zu verdichten — die Wurzeln brauchen Luft. Forme einen kleinen Gießrand (Mulde) um die Pflanze, damit das Wasser über dem Wurzelbereich gehalten wird.

  8. Beim Pflanzen gründlich gießen

    Gieße sofort nach dem Pflanzen reichlich — mindestens einen Eimer voll bei großen Pflanzen, damit sich die Erde dicht um den Ballen schließt und Lufteinschlüsse ausgespült werden. Das Gießen beim Pflanzen ist wichtiger als die Düngermenge.

  9. Aufbinden, abdecken und pflegen

    Binde Bäume nach Bedarf an (siehe die Anleitung »Opbinding af nyplantede træer«). Bringe eventuell eine Schicht Hackschnitzel als Mulch aus, um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu hemmen — halte die Hackschnitzel vom Stamm fern. Wässere regelmäßig während der ganzen ersten Anwachssaison, in der die Pflanze am anfälligsten ist.

    Startdünger wird nach Herstellervorgabe gegeben — beim Einmischen von Kompost/Mutterboden kann ein stickstoffausgleichender Dünger nötig sein.

Quelle

Erstellt nach Normer og vejledning for anlægsgartnerarbejde 2023 (Pflanztiefe ±2 cm) und NfA 1992 (Rosen, Zwiebeln); Bodenbearbeitung und Dränkontrolle aus Plantning og Landskab, Qualitätsspezifikationen.

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