Zum Inhalt springen
← Techniken

Zugangswege: Treppen und Leitern

Sicherer Auf- und Abstieg während der gesamten Nutzungsdauer

Man muss sicher auf das Gerüst hinauf- und herunterkommen können, ohne an der Außenseite zu klettern. Die Anleitung behandelt die drei Zugangsarten — Treppe, Leiter mit Rückenschutz und Durchstiegsbelag — sowie die Anforderungen an Fluchtwege, lichte Höhe und die Instandhaltung des Zugangs während der Nutzung.

  1. Einen festen Zugangsweg einrichten

    Alle Gerüste müssen einen sicheren Zugangsweg haben — man darf nicht an den Rahmen selbst oder an der Außenseite hochklettern. Der Zugangsweg wird als Teil des Aufbaus geplant, damit er vorhanden ist, sobald das Gerüst benutzt wird.

    Klettern an den Rahmen ist kein Zugangsweg — es ist ein Unfall, der nur darauf wartet, zu passieren.

  2. Treppe für viel Verkehr wählen

    Wo viel auf- und abgestiegen wird oder Material getragen werden muss, ist eine innenliegende Gerüsttreppe mit Podesten die sicherste und am wenigsten ermüdende Lösung. Die Treppe muss auf beiden Seiten ein Geländer und Podeste haben, damit man sich ausruhen und aneinander vorbeigehen kann.

  3. Leiter mit Rückenschutz korrekt verwenden

    Leitern für den inneren Aufstieg müssen sicher befestigt und bei größeren Höhen mit Rückenschutz versehen sein. Die Leiter muss ausreichend über die Zugangsebene hinausragen, damit man beim Ab- und Aufsteigen etwas zum Festhalten hat.

  4. Durchstiegsbelag für den internen Aufstieg verwenden

    Durchstiegsbeläge (Beläge mit Klappe und integrierter Leiter) ermöglichen den inneren Aufstieg im Gerüst, wo man während des Aufstiegs selbst geschützt ist. Die Klappen müssen sich schließen lassen, damit keine offene Absturzkante bleibt, wenn man oben angekommen ist.

    Schließe die Klappe hinter dir — eine offene Klappe ist ein Loch im Belag.

  5. Für Fluchtwege sorgen

    Bei größeren Gerüsten sind zwei unabhängige Zugangs-/Fluchtwege die Norm, damit man wegkommt, auch wenn ein Weg versperrt ist. Plane sie so, dass sie entlang des Gerüsts verteilt sind und nicht an derselben Stelle enden.

  6. Lichte Höhe und freien Durchgang einhalten

    Wo das Gerüst über einen Geh- oder Fahrweg führt, muss die lichte Höhe mindestens 1,9 m betragen, damit Personen gefahrlos darunter hindurchgehen können. Zugangswege müssen frei von Material und Werkzeug gehalten werden, damit sie ungehindert genutzt werden können — auch im Notfall.

    Lichte Höhe am Durchgangmind. 1,9 m
  7. Zugang während der Nutzung instand halten

    Die Zugangswege gehören zur laufenden Prüfung: Die Treppe muss fest sitzen, die Leiter darf nicht gelöst sein, und Durchstiegsklappen müssen funktionieren. Andere Gewerke versetzen oder entfernen manchmal Teile des Zugangs, um heranzukommen — prüfe, dass alles wieder richtig angebracht ist.

Quelle

Erstellt nach BFA Bygge & Anlæg »Opstilling og nedtagning af stilladser« (bfa-ba.dk) sowie DS/EN 12811-1:2004 und der AT-vejledning über Bau- und Anlagearbeiten.

Zurück und weiter