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Leichte Trennwände und Gipsbeplankung

Ständerwände aus Holz und Stahl — einfach, doppelt und schall-/brandtrennend

2026-07-19·11 min Lesezeit

Eine leichte Trennwand gehört zu den täglichen Aufgaben der Zimmerin: ein Ständerwerk aus Holz oder Stahl, mit Gipsplatten beplankt und mit Dämmung gefüllt. Hier sind die Ständertypen, einfache/doppelte/versetzte Beplankung, der Zusammenhang mit Plattenformat und Achsabstand, brand- und schallschutztrennende Aufbauten und die Abdichtungen, die darüber entscheiden, ob die Wand hält, was sie verspricht.

Einleitung

Eine leichte Trennwand ist eine nichttragende Wand, die einen Raum teilt, ohne die darüberliegenden Geschosse zu tragen. Sie wird als Ständerwerk gebaut — senkrechte Ständer zwischen einem Boden- und einem Deckenprofil — beidseitig mit Platten beplankt und in der Regel mit Dämmung im Hohlraum gefüllt. Das klingt einfach, aber es ist eine Wand, deren Eigenschaften (Schall, Brand, Aufhängen von Gegenständen) vollständig davon abhängen, wie Ständerwerk und Beplankung zusammengesetzt werden.

Das Ständerwerk — Holz oder Stahl

Das Ständerwerk kann aus Holz bestehen (typisch Rippen von 45 × 70 oder 45 × 95 mm) oder aus Dünnblechstahl (verzinkte Profile). Ein Stahlständerwerk ist leicht, rechtwinklig und verrottet nicht und wird innen zunehmend eingesetzt. Die Profile haben zwei Rollen: eine waagerechte Schiene (Spur) in Boden und Decke und senkrechte Ständer (Rippen), die in die Schienen eingeklickt werden.

  • 01Stahlschiene (Knauf »UW«, Gyproc »S-Profil«): die waagerechte Boden- und Deckenschiene, in der die Ständer stehen.
  • 02Stahlständer (Knauf »CW«, Gyproc »R-Profil«): der senkrechte Ständer; erhältlich in Breiten wie 45, 70, 95 und 120 mm — die Breite wird nach der Wandhöhe und den Anforderungen an Schallschutz/Installationen gewählt.
  • 03Holzständerwerk: 45 × 70 oder 45 × 95 mm; erfordert trockenes, rechtwinkliges Holz, damit die Wand nicht arbeitet und in den Plattenstößen reißt.
  • 04Ein breiteres Profil bzw. eine breitere Latte schafft Platz für mehr Dämmung und einen größeren Hohlraum — und damit besseren Schallschutz.

Der Ständerabstand (Achsmaß) ist nicht frei wählbar: Er ist an das Plattenformat gebunden, sodass die Längskanten der Platten immer auf einen Ständer treffen. Eine 900-mm-Platte passt zu einem Achsmaß von 450 mm, eine 1200-mm-Platte zu 600 mm (siehe den Artikel über den Achsabstand). Bei Decken, hohen Wänden und Fliesenuntergründen wird der Steifigkeit wegen oft das engere Achsmaß von 450 mm gewählt.

Die Verkleidung — einfach, doppelt, versetzt

Die Anzahl der Plattenlagen ist der wichtigste Stellhebel für die Leistungsfähigkeit der Wand. Eine Lage Gipsplatte auf jeder Seite ist die einfachste Wand. Zwei Lagen auf jeder Seite (Doppelbeplankung) geben mehr Masse und schließen die Fugen, weil die Lagen versetzt werden, sodass die Plattenstöße nie übereinanderliegen — das verbessert sowohl Schallschutz als auch Brandschutz deutlich.

  • 01Einfachbeplankung (1 + 1 Lage): einfache Wände ohne Schall- oder Brandschutzanforderungen.
  • 02Doppelbeplankung (2 + 2 Lagen): versetzte Stöße, besserer Schall- und Brandschutz — Standard für Wohnungstrennwände und brandabschnittsbildende Wände.
  • 03Versetztes/doppeltes Ständerwerk: zwei getrennte Ständerreihen auf je einer eigenen Schiene, sodass die beiden Wandseiten keinen gemeinsamen Ständer haben. Das unterbricht den Weg des Schalls durch das Ständerwerk (siehe den Schallartikel) und wird dort eingesetzt, wo hohe Schallschutzanforderungen gelten.
  • 04Gipsplattendicken: 12,5 mm ist Standard; 15 mm wird für den Brandschutz (»Fireline«) und für robuste/harte Platten verwendet. Wähle den Plattentyp nach der Anforderung, nicht danach, was gerade auf der Baustelle liegt.

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