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Montage einer Dampfsperre

Dichte Gebäudehülle auf der warmen Seite der Dämmung

Die Dampfsperre hält feuchte Raumluft aus der Konstruktion fern und ist entscheidend sowohl für den Energieverbrauch als auch, um Kondensat und Schwamm in Wand und Dach zu vermeiden. Der Leitfaden behandelt die Wahl der Folie, die richtige Anordnung, Überlappungen, das Abdichten von Stößen und Durchdringungen, die Installationsebene und die Luftdichtheitsprüfung. Eine Dampfsperre ist nur so gut wie ihr schwächstes Loch.

  1. Die richtige Folie wählen

    Die Standard-Dampfsperre ist eine 0,20-mm-PE-Folie mit einem Diffusionswiderstand entsprechend S_d ≥ 95 m, CE-gekennzeichnet nach EN 13984. Prüfe, dass die Leistungserklärung des Produkts zur Konstruktion passt — S_d (die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke) ist der Wert, der angibt, wie gut die Folie Wasserdampf bremst.

    Dicke0,20 mm PEDiffusionswiderstandS_d ≥ 95 mStandardEN 13984
  2. Folie auf der warmen Seite anbringen

    Die Dampfsperre muss auf der warmen, inneren Seite der Dämmung liegen. Wird sie falsch angeordnet — auf der kalten Seite —, kondensiert Wasserdampf in der Konstruktion. Das ist eine feste Regel in der feuchtetechnischen Planung (Glaser-Verfahren / SBi-anvisning 224).

    Immer auf der warmen Seite. Eine Dampfsperre auf der kalten Seite sammelt Feuchtigkeit in der Konstruktion.

  3. Mit ausreichender Überlappung ausrollen

    Rolle die Bahnen mit einer Überlappung von mindestens 100 mm an allen Stößen aus. Plane die Bahnrichtung so, dass du möglichst wenige Stöße bekommst und die Überlappungen auf einer festen dahinterliegenden Fläche (Latte/Sparren) liegen, gegen die du sie andrücken kannst.

    Überlappungmind. 100 mm
  4. Alle Stöße abkleben

    Dichte alle Überlappungen und Stöße mit zugelassenem Dampfsperrklebeband oder Kompriband ab. Das Band muss gegen einen festen Untergrund gedrückt werden — ein geklebter Stoß, der nur Folie an Folie in der Luft hält, öffnet sich wieder. Verwende das Band/den Kleber, den der Folienlieferant für sein System vorschreibt.

  5. Alle Durchführungen abdichten

    Elektrorohre, Lüftungskanäle, Rohre und andere Durchdringungen sind die häufigsten Leckstellen. Verwende fertige Manschetten oder klebe straff rundum jede Durchdringung ab. Eine einzige undichte Durchdringung kann große Mengen Feuchte in die Konstruktion leiten — behandle jede einzelne sorgfältig.

    Jede Durchführung wird einzeln abgedichtet. Undichtigkeiten sammeln Feuchtigkeit genau dort, wo du es nicht sehen kannst.

  6. Dicht an Boden, Wände und Decke anschließen

    Führe die Folie dicht an alle angrenzenden Flächen heran — Boden, Wände, Decke/Dach — und dichte den Anschluss mit Kompriband oder Klebeband gegen einen festen Untergrund ab. Die Gebäudehülle muss ringsum ununterbrochen sein; meist sind es die Anschlüsse zwischen Flächen, die undicht werden.

  7. Folie mit einer Installationsebene schützen

    Richte am besten eine Installationsebene (Vorsatzlattung/Vorsatzschale) auf der Innenseite der Dampfsperre ein, damit Elektro- und andere Installationen verlegt werden können, ohne die Folie später zu durchstoßen. Schrauben und Löcher in einer fertigen Dampfsperre sind im Nachhinein schwer zu finden und abzudichten.

  8. Luftdichtheit prüfen

    Die Luftdichtheit wird durch eine Druckprüfung (Blower-Door) bei 50 Pa nachgewiesen. Der Grenzwert der BR18 für ein gewöhnliches Einfamilienhaus liegt als Richtwert bei etwa ≤ 1,0 l/s pro m² beheizter Geschossfläche — der genaue Wert und der Flächenbezug hängen von der BR18-Version ab und müssen vor der Verwendung mit dem geltenden Text abgeglichen werden. Niedrigenergie-/verschärfte Klassen haben einen niedrigeren Grenzwert.

    Richtwert-Grenze≤ 1,0 l/s·m² @ 50 Pa
  9. Für feuchtetechnische Dokumentation sorgen

    Die meisten Dachkonstruktionen erfordern eine feuchtetechnische Dokumentation nach BR18 § 287 und SBi-anvisning 224 — Glaser-Verfahren oder eine hygrothermische Simulation. Das ist eine Planungsaufgabe, aber als Ausführender solltest du die Anforderung kennen und die Folie so montieren, dass die Konstruktion tatsächlich der dokumentierten Lösung entspricht.

Quelle

Erstellt nach Discebos Zimmerer-Artikel «Feuchte in Holzkonstruktionen», dem Sortimentseintrag «Dampfsperre — PE-Folie 0,20 mm» sowie den Quellen BR18 § 287, SBi-anvisning 224 und EN 13984 (CE-Kennzeichnung von Dampfsperren).

Videos von NDLA

Video-Anleitung· Ton auf Norwegisch

Kondens og Isolasjon bokmål

Quelle

NDLA

«Kondens og Isolasjon bokmål» · Lieferant: Zoaring as

Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Original bei NDLA ↗

Unverändert in der Originalsprache mit den eigenen Untertiteln der Quelle gezeigt. Das Video zeigt die norwegische Praxis — die Methode ist oft dieselbe, aber Regeln und Normen können von den dänischen abweichen.

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