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Aufstellen einer leichten Trennwand

Nichttragende Ständerwand mit Plattenbekleidung

Eine leichte Trennwand ist eine nichttragende Holz- oder Metallständerwand, beplankt mit Platten. Der Leitfaden folgt dem Aufbau vom Anzeichnen und den Rahmen über Ständer, Dämmung und Elektroführung bis zur Beplankung und Spachtelung. Anzahl der Beplankungslagen, Plattentyp und Schraubenabstand hängen von Schall- und Brandschutzanforderungen ab und folgen der Lösung des Systemanbieters.

  1. Wandlinie abstecken

    Stecke die Position der Wand mit einer Schnur auf dem Boden ab und lote die Linie an die Decke hoch, damit Schwelle und Rähm genau übereinander liegen. Ein schiefes Abstecken führt hier zu einer Wand, die nicht lotrecht steht — prüfe mit Lot oder Laser.

  2. Boden- und Deckenschwelle montieren

    Montiere Boden- und Deckenschwelle (Holzschwelle oder Stahlprofil) auf der angerissenen Linie und kontrolliere, dass sie senkrecht übereinander fluchten. Befestige sie im festen Untergrund mit Befestigungsmitteln, die zum Boden-/Deckenmaterial passen. Lege gegebenenfalls Dichtungsband unter das Profil gegen Schallübertragung.

  3. Senkrechte Ständer/Pfosten stellen

    Stelle die senkrechten Ständer/Pfosten im Achsabstand auf, den die Beplankung erfordert — der Achsabstand wird durch das Plattenformat und die Systemlösung bestimmt. Lote jeden Ständer aus. Miss den Achsabstand von einem festen Ausgangspunkt ab, damit die Plattenstöße mittig auf einen Ständer treffen.

  4. Dämmung in den Hohlraum einlegen

    Lege eventuelle Dämmung/Schalldämmung dicht im Hohlraum ohne Fugen und Hohlräume ein. In einer Trennwand dient die Dämmung meist dem Schallschutz; Dicke und Dichte richten sich nach der gewünschten Schallklasse und der Systemlösung.

  5. Elektrik verlegen und Verstärkungen setzen

    Verlege Elektrorohre und setze Dosen, solange die Wand offen ist, und setze Verstärkungen (Sperrholz oder zusätzliche Ständer) dort, wo später Waschbecken, Schränke, Fernseher oder anderes Schweres aufgehängt werden sollen. Es ist viel einfacher, die Verstärkung jetzt einzubauen, als hinterher einen Ständer zu suchen.

    Markiere die Lage der Verstärkungen auf Zeichnung/Foto, bevor die Wand geschlossen wird.

  6. Beplanken, fertig dämmen und schließen

    Beplanke zuerst eine Seite, stelle die Dämmung fertig und schließe die andere Seite. Anzahl der Lagen und Plattentyp richten sich nach den Brand- und Schallschutzanforderungen: Für Bekleidungen der Brandklasse 1–2 ist typischerweise mindestens Klasse K₁ 10 B-s1,d0 (EN 13501-1) erforderlich, was normalerweise mit mindestens zwei Lagen Gips erreicht wird. Folge der Lösung des Systemherstellers, statt zu improvisieren.

    Verkleidung BK1–2mind. K₁ 10 B-s1,d0
  7. Plattenstöße versetzen

    Versetze die Plattenstöße zwischen den beiden Lagen und zwischen Vorder- und Rückseite, damit kein Stoß durch die Wand geht. Verwende den vom System vorgeschriebenen Schraubenabstand. Versetzte Stöße ergeben sowohl bessere Schall- und Brandschutzeigenschaften als auch eine stärkere, weniger rissanfällige Wand.

  8. Spachteln und für den Maler vorbereiten

    Armiere und spachtle Stöße und Schraubenköpfe, schleife und mache die Wand für den Maler fertig. Prüfe im Streiflicht, dass die Oberfläche eben ist, bevor du übergibst — Fehler fallen deutlich auf, wenn die Wand gestrichen wird.

Quelle

Erstellt nach Discebos Zimmerer-Vorlage «Checkliste: leichte Trennwand» und der Gipsplatte des Sortiments sowie dem Artikel «Brand in Holzkonstruktionen» (Bekleidungsanforderung K₁ 10 B-s1,d0, EN 13501-1 / TRÆ 78).

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