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Artikel·Mitarbeiterentwicklung·Zusammenarbeit und Wohlbefinden

Psychische Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz

In einem hektischen Alltag auf sich selbst und aufeinander aufpassen

Einleitung

Psychische Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Problemen, sondern die Fähigkeit, die Anforderungen des Alltags zu bewältigen, Beziehungen einzugehen und zur Gemeinschaft beizutragen. Am Arbeitsplatz wird unser Wohlbefinden sowohl von den Aufgaben, der Führung und den Kolleginnen und Kollegen als auch von unserer eigenen Situation beeinflusst.

Die Balance zwischen Anforderungen und Ressourcen

Ein zentraler Gedanke ist die Balance zwischen den Anforderungen, denen wir begegnen, und den Ressourcen, die wir haben, um sie zu bewältigen. Anforderungen können Zeitdruck, fachliche Komplexität oder emotional belastende Situationen sein. Ressourcen können Einfluss auf die eigene Arbeit, Unterstützung durch Kollegen und eine klare Führung sein. Wenn die Anforderungen über längere Zeit die Ressourcen übersteigen, entsteht die Gefahr von Stress.

Anzeichen von Vernachlässigung

  • 01Schlafprobleme und anhaltende Müdigkeit
  • 02Reizbarkeit oder Rückzug von den Kollegen
  • 03Konzentrationsschwierigkeiten und mehr Fehler als üblich
  • 04Körperliche Anzeichen wie Kopfschmerzen oder Unruhe

Die gemeinsame Verantwortung

Wohlbefinden ist sowohl eine individuelle als auch eine gemeinsame Angelegenheit. Der Einzelne kann an Pausen, Schlaf, Bewegung und Grenzen arbeiten. Der Arbeitsplatz kann an klaren Erwartungen, einer angemessenen Arbeitsmenge und einer Kultur arbeiten, in der es in Ordnung ist, Nein zu sagen. Die Arbeitsschutzorganisation und der Arbeitsschutzbeauftragte haben hier eine besondere Rolle.

Die Rolle des Mentors

Eine Mentorin ist eine erfahrenere Kollegin, die eine neue Person oder eine Auszubildende unterstützt — fachlich und menschlich. Die Mentorin hört zu, berät und hilft, Fuß zu fassen, übernimmt aber nicht die Verantwortung. Gutes Mentoring baut auf Vertrauen, Erreichbarkeit und der Fähigkeit auf, Fragen zu stellen, statt nur Antworten zu geben.

Ein Arbeitsplatz, an dem offen über das Wohlbefinden gesprochen wird, bekommt nicht nur zufriedenere Mitarbeitende — er hält auch Wissen und Erfahrung, weil weniger Menschen ausbrennen oder das Fach verlassen.