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Artikel·Die Ausbildung Digital Media·Werkzeug und Ausrüstung

Werkzeuge, Dateiformate und Farben in Digital Media

Die Programme, Formate und Grundbegriffe, die du kennen musst, um das richtige Produkt in der richtigen Qualität zu liefern

Einleitung

Ein gutes Produkt kann durch ein falsches Format oder eine falsche Auflösung ruiniert werden. Deshalb ist die Technik hinter Dateien, Farben und Programmen kein Anhang zum Beruf — sie ist Teil des Handwerks. Hier sind die Grundbegriffe, die du jeden Tag verwendest.

Pixelgrafik und Vektorgrafik

Es gibt zwei grundlegende Arten, Grafik zu speichern. Pixelgrafik (auch Rastergrafik genannt) besteht aus einem Netz farbiger Punkte — Pixeln. Fotos sind Pixelgrafik. Vergrößerst du zu stark, wird das Bild unscharf und kantig. Vektorgrafik beschreibt Formen stattdessen mathematisch — Linien, Kurven und Flächen — und lässt sich vergrößern und verkleinern, ohne an Schärfe zu verlieren. Logos und Icons werden als Vektorgrafik angelegt, gerade weil sie sowohl auf einer Visitenkarte als auch an einem Gebäude verwendbar sein müssen.

Auflösung und Bildgröße

Die Auflösung sagt, wie viele Pixel ein Bild enthält. Für den Druck ist in der Regel eine hohe Auflösung nötig, damit die Punkte nicht sichtbar werden, während Bildschirme mit weniger auskommen. Ein Bild, das auf einer Website gut aussieht, kann daher für einen großformatigen Druck viel zu grob sein. Du kannst ein Bild jederzeit verkleinern, ohne Qualität zu verlieren, aber du kannst keine Details herbeizaubern, die nie da waren — deshalb nimmt man lieber mit zu hoher als mit zu niedriger Auflösung auf.

Dateiformate — wähle nach dem Zweck

Jedes Dateiformat hat einen Zweck. Wähle danach, wo die Datei verwendet werden soll, nicht nach Gewohnheit.

FormatTypWird typischerweise verwendet für
JPEGPixel, komprimiertFotos für Web und Weitergabe, wo eine kleine Dateigröße schwer wiegt
PNGPixel, kann Transparenz habenGrafiken fürs Web mit scharfen Kanten oder transparentem Hintergrund
GIFPixel, wenige Farben, AnimationKleine Animationen und einfache Grafik
SVGVektorLogos und Icons für das Web, die scharf skalieren müssen
PDFSeite/DokumentLieferung für den Druck und teilbare Dokumente mit festem Layout
TIFFPixel, hohe QualitätBilder für den professionellen Druck ohne Kompressionsverlust

RGB und CMYK — zwei Welten der Farbe

Bildschirme mischen Licht und nutzen den Farbraum RGB (Rot, Grün, Blau). Der Druck mischt Tinte und nutzt CMYK (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz). Sie können nicht genau dieselben Farben darstellen: eine kräftige, leuchtende Farbe auf dem Bildschirm kann im Druck matt aussehen. Deshalb legst du dein Dokument in dem Farbraum an, in dem es geliefert werden soll — RGB für Bildschirm und Web, CMYK für den Druck — und lässt dich nicht überraschen, wenn sich eine Farbe bei der Konvertierung verschiebt.

Die Programme und die Ausrüstung

Im Alltag arbeitest du mit Programmen für Bildbearbeitung, Vektorgrafik, Seitenlayout, Video und Web. Dazu kommt die Ausrüstung: ein kalibrierter Monitor, damit die Farben korrekt dargestellt werden, und oft ein Grafiktablett für präzises Arbeiten. Das Backup gehört zur Ausrüstung, es ist kein Luxus — Projekte, die es nur an einem Ort gibt, gehen früher oder später verloren. Ein kalibrierter Monitor und ein sicheres Backup sind zwei der billigsten Versicherungen, die du dir selbst geben kannst.

Schriftarten und Lizenzen

Schriftarten sind auch Werkzeuge, und sie sind oft durch Lizenzen geschützt. Du darfst nicht jede beliebige Schriftart kommerziell verwenden, nur weil sie auf dem Rechner liegt. Sorge dafür, dass die Schriftarten, die ein Projekt verwendet, für diesen Zweck genutzt werden dürfen, und liefere sie mit, wenn der Empfänger die Datei richtig öffnen können soll. Dieselbe Regel gilt für Bilder: Verwende nur Material, das du verwenden darfst.

Das richtige Format in der richtigen Auflösung und im richtigen Farbraum ist der Unterschied zwischen einem Produkt, das funktioniert, und einem, das neu gemacht werden muss.

Fachliche Betrachtung zur Technik in Digital Media