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Server und Virtualisierung — eine Maschine, viele Dienste

Was ein Server ist und wie die Virtualisierung die Hardware ausnutzt

Einleitung

Ein Server ist eine Maschine — oder ein Programm —, die eine Dienstleistung für andere bereitstellt. Das Gegenüber heißt Client. Dieselbe Hardware kann gleichzeitig Server für mehrere Dinge sein: Dateien, Web, Mail, Namensauflösung und vieles mehr. Entscheidend ist die Rolle, nicht der Kasten: einen Server erkennt man daran, dass er auf Anfragen wartet und sie beantwortet.

Gängige Servertypen

In den meisten Unternehmen begegnen dir immer wieder dieselben grundlegenden Rollen. Jede löst ihre eigene Aufgabe, und sie können durchaus auf derselben Maschine liegen oder auf mehrere verteilt sein.

ServertypAufgabe
DateiserverSpeichert und teilt Dateien zwischen Nutzern
WebserverLiefert Webseiten und Webdienste an Clients
MailserverEmpfängt, speichert und sendet E-Mails
DNS-ServerÜbersetzt Namen in IP-Adressen
DHCP-ServerWeist automatisch Netzwerkeinstellungen zu
DatenbankserverSpeichert und liefert strukturierte Daten

Was Virtualisierung löst

Früher nutzte man oft einen physischen Server pro Dienst, und die meiste Hardware stand die meiste Zeit ungenutzt herum. Virtualisierung lässt mehrere unabhängige Server auf derselben physischen Maschine laufen. Eine Schicht namens Hypervisor verteilt die Ressourcen der physischen Hardware auf die virtuellen Maschinen, sodass jede virtuelle Maschine glaubt, sie habe ihre eigene Hardware.

Virtuelle Maschinen und Container

Es gibt zwei verbreitete Ansätze. Eine virtuelle Maschine enthält ihr eigenes vollständiges Betriebssystem auf dem Hypervisor — sie ist gut isoliert, verbraucht aber mehr Ressourcen. Ein Container teilt sich den Kernel des Hosts und packt nur das Programm selbst und das, was es braucht — er ist leichter und startet schneller, ist aber enger an den Host gebunden. Die Wahl hängt davon ab, wie starke Isolation man braucht und wie viele Einheiten man auf derselben Maschine betreiben will.

  • 01Hypervisor: die Schicht, die die physische Hardware auf virtuelle Maschinen verteilt
  • 02Virtuelle Maschine: eigenes vollständiges Betriebssystem, starke Isolation
  • 03Container: teilt den Kernel des Hosts, leicht und schnell zu starten
  • 04Momentaufnahme: ein gespeicherter Zustand, zu dem man zurückrollen kann
  • 05Vorlage: eine fertige Einrichtung, von der neue Maschinen geklont werden können

Worauf du achten musst

Weil viele Dienste sich dieselbe physische Maschine teilen, wird die Überwachung wichtig: Wenn eine virtuelle Maschine die gesamte Rechenleistung oder den gesamten Speicher auffrisst, geht das zulasten der Nachbarn. Behalte auch den Speicherplatz im Auge und lege Sicherungskopien an — ein Snapshot ist keine richtige Sicherungskopie, denn er liegt in der Regel am selben Ort wie das, was er schützen soll.

Virtualisierung ändert nicht, was ein Server tut — sie ändert, wie günstig und schnell du einen neuen aufsetzen kannst.

Erfahrungsregel aus dem Serverbetrieb