Ausbildungsvergütung und Anstellungsbedingungen im Einzelhandel — was verdient man als Auszubildender?
So funktionieren Ausbildungsvergütung, Tarifvertrag und die Bedingungen als Fachkraft — die Grundsätze, die du kennen musst
Einleitung
Einer der ganz großen Vorteile einer Berufsausbildung ist, dass du während des größten Teils der Ausbildung Gehalt bekommst. Du musst also nicht von SU (dänische Ausbildungsbeihilfe) und Krediten leben, während du das Fach lernst — du bist in einem Geschäft angestellt und bekommst eine Ausbildungsvergütung. Hier gehen wir die Prinzipien durch, damit du verstehst, was deine Vergütung bestimmt und was dich erwartet, wenn du ausgelernt bist.
Lohn ab dem Tag, an dem der Vertrag unterschrieben ist
Wenn du einen Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb geschlossen hast, bist du angestellt und bekommst Auszubildendenlohn. Der Lohn beginnt, sobald der Vertrag in Kraft tritt, unabhängig von deinem Alter. Hast du dagegen noch keinen Ausbildungsplatz gefunden und absolvierst das grundforløb (Grundlehrgang) ohne Vertrag, kannst du als Erwachsener in bestimmten Fällen für diesen Zeitraum SU (staatliche Ausbildungsförderung) beantragen — der Auszubildendenlohn selbst ist jedoch an die Anstellung in einem Betrieb geknüpft.
Der Lohn steigt im Lauf des Ausbildungsverlaufs
Die Ausbildungsvergütung ist so aufgebaut, dass sie steigt, je weiter du in der Ausbildung bist. Das Prinzip ist einfach: je mehr du kannst, desto mehr bist du für den Laden wert, und das spiegelt sich in einem höheren Satz für das 2. Jahr als für das 1. Jahr wider und so weiter. So merkst du den Fortschritt unmittelbar auf der Lohnabrechnung, während du besser wirst.
Was ist ein Tarifvertrag?
Ein Tarifvertrag (overenskomst) ist eine Vereinbarung zwischen einer Gewerkschaft und einem Arbeitgeberverband über Lohn und Bedingungen in einem Bereich. Im Einzelhandel ist der zentrale Vertrag der Landsoverenskomst for butikker — umgangssprachlich Butiksoverenskomsten — geschlossen zwischen HK Handel und Dansk Erhverv Arbejdsgiver. Der Tarifvertrag legt unter anderem Mindestsätze für die Ausbildungsvergütung in jedem Ausbildungsjahr fest, und es kann Zulagen geben, wenn du zum Beispiel einen gymnasialen Abschluss mitbringst.
Wichtig zu verstehen ist, dass die Sätze des Tarifvertrags Mindestsätze sind. Dein Arbeitgeber darf dir gerne mehr geben, und der Lohn kann deshalb von Laden zu Laden variieren. Die konkreten Kronenbeträge werden regelmäßig angepasst, schlage die aktuellen Sätze also immer bei deiner Gewerkschaft oder beim Arbeitgeberverband nach, statt dich auf eine Zahl zu verlassen, die du gehört hast.
Zuschläge und Unterschiede
Über den Jahressatz hinaus kann es Umstände geben, die den Lohn nach oben ziehen. Hast du vor der Ausbildung z. B. eine gymnasiale Ausbildung abgeschlossen, kann es einen festen monatlichen Zuschlag geben. Arbeitest du zu ungünstigen Zeiten — abends, am Wochenende oder an Feiertagen —, können Erschwerniszuschläge hinzukommen. Die Einzelheiten hängen vom konkreten Tarifvertrag und deiner Vereinbarung ab.
Wenn du Fachkraft wirst
Wenn du die Abschlussprüfung bestanden hast, bist du Fachkraft. Du wechselst vom Auszubildendenlohn zu einem normalen Lohn für ausgebildete Mitarbeiter, und du hast einen Gesellenbrief, der deine Kompetenzen belegt. Mit einem fachlichen Nachweis in der Hand stehst du stärker da, egal ob du im Laden bleiben, den Arbeitsplatz wechseln oder mit einer Weiterbildung aufbauen willst.
- 01Du bekommst Lohn ab dem Moment, in dem der Ausbildungsvertrag in Kraft tritt
- 02Der Satz steigt mit jedem Jahr der Ausbildung
- 03Der Tarifvertrag setzt ein Minimum — du kannst mehr vereinbaren
- 04Der Facharbeiterstatus bringt höheren Lohn und einen Gesellenbrief